Sonntag, 12. August 2012

Barbara van den Speulhof & Henrike Wilson - Ginpuin

„Weit, weit weg von hier kam eines Tages ein kleiner Pinguin zur Welt, der anders war als die anderen. Ich putze auch meine Flimmschwossen! , sagte er, als die anderen ihre Schwimmflossen putzten, und: Meine Kleider sind auch Warz und schweiß! Mit dem stimmt doch was nicht! , riefen die Pinguine und kugelten sich vor Lachen. Der kleine Pinguin wurde immer trauriger. Was sollte er bloß tun? Schließlich hatte er eine Idee. Ich rache eine Meise! , verkündete er. Keiner glaubte, dass Ginpuin sich das alleine wirklich trauen würde. Aber er traute sich wohl! Ein Bilderbuch vom Liebhaben und Anderssein, vom Suchen und Finden.“

Auf der Insel der Pinguine leben – wie der Name es schon sagt – viele Pinguine zusammen. Sie haben viel Spaß miteinander. Sie gehen gemeinsam schwimmen, spielen Eishügelrutschen oder plaudern miteinander.
Eines Tages wird jedoch ein Pinguin geboren, der anders ist als alle anderen. Dies merkten die anderen Pinguine, als er anfing zu sprechen. Er verdreht alle Wörter, aus „Schimmflossen“ wird „Flimmschwossen“ und aus „Eisscholle“ wird „Scheisolle“. Die anderen Pinguine lachen über ihn und nennen ihn von nun an nur noch „Ginpuin“. Der kleine Pinguin wird sehr traurig und beschließt , eine Reise zu machen. Natürlich glaubt ihm das keiner, doch er macht sich unbeirrt auf den Weg. Und was er auf dieser Reise alles erlebt, findet ihr am besten selbst heraus... :-)

Als Erstes: Das Buch ist einfach toll! ♥

Ich finde es total niedlich, wie der Pinguin die Wörter verdreht!
Es ist einfach schön, dem Pinguin dabei zuzuschauen, wie er so durch die Welt watschelt.
Auf seiner Reise freundet er sich mit einigen anderen Tieren an und erlebt eine Menge. Irgendwann bekommt er dann aber Heimweh...aber er fragt sich, ob er bei den anderen Pinguinen überhaupt wieder willkommen ist – denn diese haben ihn ja die ganze Zeit geärgert...

Die Bilder sind richtig schön groß und sind nicht überladen. Ein Bild zieht sich jeweils über eine Doppelseite.


Das Buch zeigt Kindern auf spielerische und unheimlich schöne Weise, dass man auch wenn man „anders“ ist, nicht traurig sein muss. Anders sein ist nie schlecht. Denn jeder ist etwas Besonderes, so wie er ist. Ich finde, dass gerade dieser „Sprachfehler“ oder wie auch immer man es bezeichnen will, etwas ganz Besonderes ist und diesen Pinguin eben deshalb auch zu etwas Besonderem macht.
Ich zitiere: „Sein Frack war genauso schwarz wie der der anderen. Er watschelte, wie alle watschelten. Er liebte Fisch wie die anderen.“ usw. Ist doch irgendwie ein wenig langweilig, oder? ;D

Gerade deshalb finde ich dieses Buch so toll. Mich hat es auf jeden Fall begeistert und ich könnte mir wirklich gut vorstellen, es mal in der Kita vorzulesen und ich denke, dass auch die Kinder ihren Spaß daran haben – und ihnen das Buch vielleicht auch ein wenig hilft.

Deshalb gibt es von mir fünf von fünf Punkten. :-)

  • Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
  • Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (Juni 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 364961054X
  • ISBN-13: 978-3649610540
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 6 Jahre
Meinen Leseeindruck zum Buch findet ihr hier:



Kommentare:

  1. Eine schöne und liebevolle Rezension.
    Und ja: Im Video ist der Name der Autorin richtig ausgesprochen ... ;-)

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    1. Dankeschön. :)
      Na, da bin ich ja beruhigt. ^^

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  2. das klingt ja wirklich total niedlich :)

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  3. schönes Video, du wirkst sehr symphathisch :)

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Ich freue mich über eure Meinung. :)