Freitag, 10. März 2017

Anna Martens - Blinde Schatten

Die Goldschmiedin Johanna Gercke wird grausam vor ihrem Laden überfallen und überlebt den Anschlag gerade so eben.
Doch sie verliert ihr Gedächtnis und muss sich mühsam ins Leben zurückkämpfen.
Aber der Alptraum scheint noch nicht vorbei zu sein, denn immer mehr Dinge aus ihrer Vergangenheit kommen ans Tageslicht, die Johanna nicht verstehen kann und sie geschockt zurücklassen.
Und auch der Mensch, der ihr das angetan hat, scheint nicht eher Ruhe zu geben, bis er sie getötet hat.
Wem kann sie jetzt noch vertrauen?
Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, indem sie erkennt, wer ein wahrer Freund ist!


Der Schreibstil des Buches ist flüssig und lässt sich gut lesen, so wie bei den anderen Büchern von Anna Martens auch.
Das Buch beginnt mit einer Beschreibung von einem Traum, den man im Laufe der Geschichte auch zu deuten weiß.
Dann geht es los und Johanna erzählt.
Sie wacht auf und findet sich schwer verletzt und ohne jegliche Erinnerung in einem Krankenhausbett wieder.
Nach und nach erfährt sie, was ihr passiert ist und ist entsetzt! Wer hat ihr so etwas angetan? Deshalb beginnt sie Nachforschungen anzustellen.
Das fand ich ziemlich spannend, denn genauso wie Johanna hat auch der Leser keinen blassen Schimmer, was vor dem Unfall passiert ist und was Johanna für ein Mensch ist.
So kommt man gemeinsam mit der Protagonistin der Aufklärung immer näher und näher.

Da es wenig Hinweise auf den Täter gibt, entsteht irgendwann der Eindruck, Johanna hätte das alles selbst eingefädelt. Ich konnte mich richtig gut in Johanna hineinversetzen, denn auch für mich wäre so etwas ein absoluter Alptraum!

Eine große Hilfe für Johanna ist ihre gute Freundin Sabine, die auch gleichzeitig Psychotherapeutin ist, allerdings kann sich Johanna ihr nicht richtig öffnen.
Dann trifft sie noch einen alten Schulkameraden wieder. Bei ihm fühlt sie sich nach kurzer Zeit sicher und die Beiden verstehen sich sehr gut, doch auch ihm gegenüber ist Johanna vorsichtig.

Nicht gefallen haben mir Johannas dauernde Verdächtigungen. 
Ich kann es durchaus nachvollziehen, dass sie übervorsichtig ist, aber das quasi auf jeder Seite eine andere Person verdächtigt wurde, hat mich schon ein bisschen genervt.
Allerdings muss ich sagen, dass ich dafür mit dem Ende nicht gerechnet habe und mir nie hätte vorstellen könne, dass es so kommt.
Dementsprechend schnell sind die letzten Seiten vor sich hingeflogen und ein Puzzleteile setzte sich mit dem Nächsten zusammen!

Nichtsdestotrotz hat mir auch „Blinde Schatten“ sehr gut gefallen und bekommt von mir vier von fünf Rosen!

  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 316 Seiten
  • Verlag: Midnight (2. Dezember 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01MXOKVCV

Samstag, 3. Dezember 2016

Corinna Bomann - Schwanentod

Auf der Urlaubsinsel Rügen wird die Ballerina Sandrine tot in einem Schwimmbad gefunden – mit abgeschnittenen Füßen und umgeben von weißen Schwanenfedern.
Die 17-jährige Clara liest in der Zeitung von dem Mord.
Als sie kurze Zeit später eine bedrohliche SMS von einem anonymen Absender erhält, wird ihr klar, dass es Jemand auf sie abgesehen hat. Ist es etwa Sandrines Mörder?
Sie beginnt zu recherchieren, doch wenn sie gewusst hätte, in welche Gefahr sie sich damit begibt, hätte sie das wohl sein gelassen...

Nachdem mir „Krähenmann“ schon so gut gefallen hat und ich auf der Buchmesse dann „Schwanentod“ entdeckt habe, war mir klar, dass ich auch unbedingt „Schwanentod“ lesen möchte!
Das Buch beginnt direkt sehr spannend, man erfährt direkt davon, dass die Ballerina Sandrine, die eine Hauptrolle in einem Theaterstück übernehmen sollte, ermordet wurde.
Clara beginnt zu recherchieren und muss erfahren, dass die Welt des Balletts eine ganz schön Harte ist, wenn man erfolgreich sein will.
Nach und nach stößt sie auf mehr seltsame Sachen und ahnt nicht, dass sie sich und ihre Freunde damit in große Gefahr bringt.
Clara fand ich toll. Sie will unbedingt wissen, wer hinter dem Mord steckt und ermittelt auf eigene Faust, was allerdings nicht immer ganz schlau und manchmal auch ganz schön gefährlich ist.
Davon lässt sie sich allerdings nicht entmutigen!

Der Ratgeber aus dem „Krähenmann“ taucht wieder auf und gibt anonyme Hinweise.
Clara soll den Mörder in einer bestimmten Zeit finden, sonst würde ihrem Freund etwas zustoßen, damit droht er ihr. Das Ganze erhöht die Spannung noch einmal zusätzlich und man fiebert mit Clara mit, ob sie es rechtzeitig schafft.

Das Buch ist wahnsinnig spannend und ich fand es sehr interessant zu erfahren, wie es so beim Ballett zugeht und was es dort für einen Konkurrenzkampf gibt.
Für „Schwanentod“ müsst ihr übrigens den „Krähenmann“ nicht vorher gelesen haben, es wäre allerdings von Vorteil, da man so einige Zusammenhänge besser versteht.

Zum Schluss setzen sich viele Puzzleteile zusammen und die letzten Seiten fliegen nur so vor sich hin.
Das Ende ist relativ offen, denn der Leser weiß immer noch nicht, wer der Ratgeber ist und die Frage ob noch ein weiterer Jugendthriller geplant ist, tut sich auf.
Ich wäre auf jeden Fall ganz klar dafür!

Mit „Schwanentod“ ist Corinna Bomann wieder ein grandioser Jugendthriller gelungen, den man nicht aus der Hand legen kann, deshalb gibt es von mir die volle Punktzahl!

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (20. Juli 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3649616831
  • ISBN-13: 978-3649616832
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Sonntag, 20. November 2016

Catherine Shepherd – Mooresschwärze

Eine Leiche wird im Moor gefunden und die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz nimmt sich dem Fall an. Doch dann verschwindet die Leiche und ein nächstes Opfer wird gefunden.
Julia begreift so langsam, dass sie es mit einem gefährlichen Serientäter zu tun hat und das die Zeit unerbittlich gegen sie läuft...

Das Cover finde ich toll und es passt sehr gut zu einem Thriller und zu der Thematik des Buches!
Nach den letzten Büchern von Catherine Shepherd war mir klar, dass ich auch „Mooresschwärze“ lesen muss.
Ich fand es zudem sehr interessant, dass es diesmal ein Buch ist, dass aus der Sicht einer Rechtsmedizinerin geschrieben ist.

Der Prolog beginnt schon sehr spannend, man weiß ihn allerdings zu Beginn noch nicht so ganz einzuordnen. Im Laufe des Buches ändert sich das aber schnell.
Direkt zu Beginn wird eine Leiche im Moor gefunden und man ist schnell in der Geschichte gefangen. Julia wird zum Tatort gerufen und setzt alles daran, den Täter zu finden.
Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn kurze Zeit verschwindet die Leiche einfach und ist wie vom Erdboden verschluckt.
Zu allem Übel taucht noch ein weiteres Opfer auf und Julia setzt alles daran, den Täter zu finden.

Julia fand ich toll!
Trotz ihrer schwierigen Vergangenheit (auf die ein bisschen im ersten Kapitel eingegangen wird) versucht sie, ihren Job zu machen und für Gerechtigkeit zu sorgen.
Ich habe sie sehr für ihren Mut bewundert, den sie im Laufe des Buches beweist!
Dann gibt es da noch den Kriminalkommissar Florian Kessler.
Er ist immer zur Stelle, wenn Julia Hilfe benötigt oder auch mal Dinge auf eigene Faust erledigt (was im Nachhinein nicht immer ganz so schlau ist).

Der Schreibstil ist toll und das Buch so spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Ich wollte unbedingt wissen, wer der Täter ist und die Autorin lockt den Leser auf so einige falsche Spuren, was die Spannung sogar noch erhöht.
Da das Buch nicht nur aus Julias Sicht geschrieben ist, weiß man in manchen Situationen mehr als sie und würde sie am Liebsten in die richtige Richtung „schubsen“.
Da das ja aber leider nicht geht, fiebert man unglaublich mit und drückt die Daumen, dass sie auf die richtige Spur kommt.

Die Thematik des Buches, die im Verlauf der Geschichte herauskommt, fand ich sehr spannend und ich habe einige neue Dinge dazu gelernt!
Mehr möchte ich euch gar nicht verraten, dafür müsst ihr das Buch dann selbst lesen!

Zum Schluss des Buches wiegt man sich in Sicherheit und denkt, die Aufklärung des Falles ist nicht mehr weit, doch dann schwenkt die Geschichte noch einmal um und alle Karten sind wieder neu gemischt. Auch für Julia und Florian ist das ein Riesenschock und ich habe mit den Beiden mitgebangt, dass der richtige Täter gefunden wird!

„Mooresschwärze“ hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich bin schon gespannt auf viele weitere Bücher von Catherine Shepherd!

  • Taschenbuch: 340 Seiten
  • Verlag: Kafel Verlag; Auflage: 1 (26. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3944676068
  • ISBN-13: 978-3944676067

Donnerstag, 3. November 2016

Sandra Pulletz - Highschool Halloween

„Seit Tagen gibt es an der Grandwitch-Highschool nur noch ein Thema: Die super geheime Halloween-Party. Auch Ava hofft, dass sie eine der exklusiven Eintrittskarten bekommt. Denn auf der Feier wäre bestimmt die perfekte Gelegenheit, endlich ihren lang gehegten Plan in die Tat umzusetzen und es dem fiesen Mädchenschwarm Calvin so richtig heimzuzahlen … „

Passend zu Halloween kam ich in den Genuss, diese Kurzgeschichte lesen zu dürfen!
Relativ schnell wird man in die Geschichte hineingeworfen und fiebert mit Ava mit, ob sie eine der begehrten Eintrittskarten für die total angesagte, aber geheime Halloweenparty bekommt.
Als dies dann der Fall war, bin ich wahnsinnig gespannt gewesen, was auf der Party wohl passieren wird und was Ava mit Calvin vorhat.
Ich konnte mir kaum vorstellen, das in so wenigen Seiten allzu viel passieren kann!

Umso überraschter war ich dann von der Wendung der Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat!
Schnell wird einem klar, dass dies keine normale Halloweenparty ist...

Als die Geschichte dann zuende war, war ich regelrecht traurig.
Gerne würde ich von der Autorin auch mal ein ganzes Buch lesen!

Falls ihr also auch nach Halloween noch ein bisschen Lust auf Grusel und Fantasy habt, möchte ich euch diese Kurzgeschichte ans Herz legen!


Dienstag, 4. Oktober 2016

Katie Cotugno – So geht Liebe

Reena liebt Sawyer und Sawyer liebt Reena, eigentlich doch alles ganz einfach, oder?
Leider nein, denn Sawyer bekommt Angst vor seinen Gefühlen und haut ab.
Doch Reena ist schwanger!
Zwei Jahre später sehen sie sich wieder und Reena weiß immer noch nicht, ob sie Sawyer für seinen Abgang hassen soll oder immer noch in ihn verliebt ist...

Der Leser wird quasi ins kalte Wasser geschmissen, was die Geschichte von Reena und Sawyer angeht. Zu Beginn bekommt man nur die nötigsten Informationen, man weiß also, dass Reena schwanger von Sawyer ist, er einfach abgehauen ist und die Beiden sich jetzt nach zwei Jahren wieder gegenüber stehen und Reenas Gedanken und Gefühle völlig Achterbahn fahren.
So weit, so gut.
Lässt man sich aber auf diese wenigen Informationen ein, wird man belohnt mit einer wunderbaren, gefühlvollen Geschichte, die einen bis zum Schluss gefangen hält.

Beginnen tut das Buch mit einem Ausschnitt von nachher, also von dem Zeitpunkt, zu dem Sawyer nach zwei Jahren einfach wieder auftaucht.
Man versteht zuerst nicht, warum Reena so kühl und abweisend auf ihn reagiert, aber im Laufe des Buches wird einem das ziemlich schnell klar.
Abwechselnd wird immer ein Kapitel aus der Vergangenheit (vorher) und der Gegenwart (nachher) erzählt, das fand ich toll, denn das hat die Spannung erhöht, weil man immer weiterlesen wollte.

Der Schreibstil der Autorin hat mich total gepackt. Er ist wirklich wunderschön, richtig beschreiben kann ich das gar nicht, ihr müsst das Buch einfach selber lesen, um zu verstehen, was ich meine. Die Art, wie die Charaktere miteinander umgehen, ist einfach toll!
Reena und Sawyer habe ich richtig lieb gewonnen und auch die anderen Charaktere fand ich toll, obwohl diese eher nur hintergründig eine Rolle spielen.
Im Laufe des Buches erfährt man auch Einiges, was so in der Vergangenheit passiert ist, was einem noch einmal eine ganz andere Sicht auf die Dinge ermöglicht und einen so manche Sache verstehen lässt, die man vorher nicht nachvollziehen konnte.

Vergangenheit und Gegenwart kommen sich im Laufe des Buches immer näher und man fiebert bis zum Schluss mit, welchen Ausgang die Geschichte wohl nehmen wird.
„So geht Liebe“ hat mich wirklich überzeugt und bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung!

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (19. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453596471
  • ISBN-13: 978-3453596474
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: How to Love

Dienstag, 13. September 2016

Florian Herb - Maria und das Ding mit dem Reinheitsgebot

In dem beschaulichen Städtchen Ried im Allgäu ist der Teufel los.
Alois Gschwend, der Besitzer der örtlichen Brauerei will – nachdem ihn seine Frau verlassen hat, die Kinder in die Großstadt gezogen sind und ihm auch noch jemand das Finanzamt auf den Hals gehetzt hat das Brauen für immer sein lassen – doch gerade jetzt, wo das 700-jährige Dorfjubiläum sich nähert, ist das eine Katastrophe!
Da muss doch irgendwas zu machen sein, denken sich Landfrauen und reisen nach Hamburg, um Alois' Tochter Maria um Hilfe zu bitten, die Brauerei zu retten.
Doch das ist leider gar nicht so einfach wie gedacht!
Aber Maria wäre nicht Maria, wenn sie nicht auch das hinkriegen würde!

Nachdem ich von „Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg“ schon begeistert war, war ich sehr gespannt auf das neue Buch von Florian Herb!
Zu Beginn war ich leider etwas verwirrt, denn vom ersten Kapitel habe ich leider relativ wenig verstanden. Als ich etwa zur Hälfte des Buches noch einmal zurück blätterte, fiel es mir jedoch wie Schuppen von den Augen – dementsprechend fand ich den Anfang etwas schwer.
Auch muss man sich erst einmal an den Schreibstil beziehungsweise eher an die Sprache des Autors gewöhnen – da wir ja im Allgäu sind, sprechen die Leute dort natürlich auch mit Dialekt und auch einige Ausdrücke kannte ich auch noch nicht.
Doch als ich mich nach einiger Zeit durchgewurschtelt hatte, fiel es mir relativ leicht.
Spätestens, als dann Alois Tochter Maria auf der Bildfläche erscheint, fand ich wieder zu meinem normalen Lesetempo zurück.

Maria fand ich total sympathisch, wie sie versucht hat, die Brauerei zu retten.
Immer wieder sind ihr neue Sachen eingefallen und sie hat nicht aufgegeben, auch wenn die Situation noch so aussichtslos schien.
Die anderen Charaktere fand ich ungeheuer liebenswert, es kommt mir vor, als hätte ich selber Urlaub oder einen Ausflug ins Allgäu gemacht und sie alle kennengelernt.
Auch, wenn es im Buch die ein oder andere Person gibt, die leider nichts Gutes im Schilde führt – ich habe sie alle lieb gewonnen!

Man muss dazu sagen, dass im Buch nicht allzu viel passiert, es aber dennoch wahnsinnig viel Spaß macht, Maria dabei zu begleiten, wie sie versucht, die Brauerei zu retten und zu sehen, was sie sich dabei alles einfallen lässt!

Für mich war war „Maria und das Ding mit dem Reinheitsgebot“ ein gelungener und sehr amüsanter Ausflug ins Allgäu und für mich steht fest, dass ich auch Florian Herbs nächstes Buch gerne lesen möchte!

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (15. April 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354828759X
  • ISBN-13: 978-3548287591

Samstag, 3. September 2016

Emma Sternberg - Fünf am Meer

Linn erwischt ihren Verlobten, wie er eine andere Frau verführt – und das auch noch in ihrer Wohnung! Sie ist entsetzt und will am Liebsten nur noch weg.
Dann erfährt sie, dass sie ein Haus geerbt hat – das ist natürlich eine willkommene Ablenkung und sie macht sich auf den Weg, um das Haus mal unter die Lupe zu nehmen.
Es ist zwar ziemlich baufällig, allerdings wunderschön am Meer gelegen, also lässt sich mit Sicherheit ein guter Preis dafür bekommen – so denkt sich Linn das zumindest.
Doch dann lernt sie die Bewohner des Hauses kennen – fünf lebenslustige Senioren, die sie sofort wie eine Familie aufnehmen und so rückt der Gedanke des Verkaufs schnell in weite Ferne.
Das kann Linn den alten Leuten doch nicht antun!
Doch dann passieren einige unvorhergesehene Dinge, welche Linns Pläne noch einmal gehörig auf den Kopf stellen und sie muss sich entscheiden...

Gleich als Erstes ist mir das schöne Cover des Buches aufgefallen, das hat mich direkt angesprochen.
Und auch der Inhalt klang gut!
Ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstil ist toll, die Autorin beschreibt wunderschön die Orte des Buches, sodass ich das Gefühl hatte, selber da zu sein.
Linn fand ich toll. Ich konnte vollkommen nachvollziehen, wie geschockt sie war, als sie ihren Mann inflagranti in ihrer Wohnung erwischt hat. Da kam ihr das Erbe natürlich gerade Recht.
Ich habe echt Respekt vor Linn, wie sie die ganze Situation gemeistert hat, denn es gab Leute, die es ihr nicht wirklich leicht gemacht haben.
Auch die fünf Bewohner des Hauses fand ich super. So unglaublich liebenswert haben sie immer ein offenes Ohr für Linn gehabt und haben sie sofort aufgenommen.

Die Liebesgeschichte im Buch fand ich ebenfalls ganz gut, allerdings kamen für mich persönlich zu wenig Gefühle rüber, das hätte ruhig noch etwas mehr ausgebaut werden können.

Teilweise zieht sich das Buch leider ein bisschen, aber im Großen und Ganzen hat es mir sehr viel Spaß gemacht, Linn zu begleiten.
Zum Schluss hin wurde es dann auch nochmal spannend, weshalb die letzten Seiten noch einmal an Fahrt aufgenommen haben.
Für das Buch muss man sich allerdings Zeit nehmen, es ist nicht einfach nur ein Buch zum zwischendurch-lesen, sondern viel mehr!

„Fünf am Meer“ war für mich ein schöner Sommerroman, in den man eintauchen und einfach mal abschalten kann.
Trotz kleinerer Schwächen fand ich das Buch gut!

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. Mai 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453421639
  • ISBN-13: 978-3453421639