Donnerstag, 20. Dezember 2012

Sina Beerwald - Hypnose

„Traue niemandem

Ein eiskalter Mord im Freundeskreis. Die Journalistin Inka Mayer hat Zweifel am Geständnis ihrer Freundin Annabel. Inka hegt den Verdacht, dass Annabel das Opfer eines Klinikleiters ist, der unter Hypnose Experimente an ahnungslosen Patienten durchführt – und bei dem sie beide in Behandlung sind. Oder ist Hypnose so harmlos, wie er sie glauben machen will? Irgendwer hat es auch auf die Journalistin abgesehen. Ein Spiel um freien Willen, Wirklichkeit und Paranoia beginnt. Ein Spiel auf Leben und Tod. „

In dem Buch geht es also um Hypnose – ein Thema, mit dem ich mich vorher noch nie beschäftigt habe und mich deshalb dazu entschieden habe, das Buch zu lesen.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der mich neugierig gemacht hat.
Vor jedem Kapitel befindet sich ein Ausschnitt aus einem Lied – die Idee fand ich sehr schön.

Die Kapitel (insgesamt 7 auf 369 Seiten) waren für meinen Geschmack etwas zu lang – ich bin ja mehr für kurze Kapitel. Das hat dem Buch aber keinen großen Abbruch getan.

Der Schreibstil zu Anfang des Buches zieht sich leider ein wenig und auch die Handlung "plätschert" eher vor sich hin. 
Ich fand, dass die Charaktere einfach zu detailliert beschrieben waren.
Außerdem waren es direkt zu Beginn des Buches zu viele Namen für mich – im Laufe der Handlung legte sich das aber und ich verstand, wie die einzelnen Personen zueinander stehen.

Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, weiterzulesen!
Etwas über der Hälfte war das Buch auf einmal so spannend, sodass ich dachte, ich lese gerade ein anderes Buch! Das war echt der Wahnsinn. So langsam das Buch auch „anlief“, umso rasanter wurde es zum Schluss.

Mit der Hauptprotagonistin konnte ich mich recht gut anfreunden und man konnte ihre Gefühle und auch Ängste recht gut nachvollziehen – bis zu einem bestimmten Punkt. Mit solch einer beschriebenen Situation habe ich noch keine Erfahrung gemacht - worüber ich aber auch ganz froh bin!
Die anderen Charaktere fand ich gut beschrieben, jeder war individuell und hatte seine Vor-, und seine Nachteile.

Spannend fand ich außerdem, dass es diesmal kein Buch aus der Sicht eines Ermittlers war, sondern aus der Sicht einer Angehörigen, bzw. Freundin des Opfers, die mehr oder weniger auf eigene Faust ermittelt - eine gelungene Abwechslung zu vielen anderen Büchern!

Super fand ich, dass der Leser – sowie auch Inka – in vielen Situationen total in die Irre geführt worden ist. Teilweise wusste ich selber nicht mehr, welchem Charakter ich jetzt Glauben schenken soll oder nicht.
Bis dann zum Schluss die große Bombe platzte und alles herauskam. 
Man wird in Sicherheit gewiegt und denkt sich: „Jetzt wird alles gut!“. 
Aber Pustekuchen, dann geht es noch einmal richtig zur Sache – den Schluss fand ich wirklich toll, er hat das Buch richtig gut abgerundet!

Trotz schwächelndem Anfang entwickelt sich „Hypnose“ zu einem spannenden und rasanten Thriller, den ich nur empfehlen kann! Deshalb gibt es von mir vier von fünf Rosen!

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (13. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453436369
  • ISBN-13: 978-3453436367
Meinen Leseeindruck findet ihr hier:

Kommentare:

  1. Schöne Rezi. Mich hatte das Buch gleich vom Anfang an gepackt. Die langen Kapitel haben mich deswegen auch nicht weiter gestört, denn irgentwie konnt ich es so schön weg lesen, da fiel das gar nicht so auf ;)

    LG Andrea

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    1. Danke! :)
      Na das ist doch gut. Zum Schluss ging es mir ja auch so. :D Aber zu Anfang fand ich es ziemlich störend. ;)

      LG Jessica

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