Montag, 10. September 2012

Catherine Shepherd – Der Puzzlemörder von Zons

Eine Begegnung von Vergangenheit und Gegenwart, die Sie nicht vergessen werden...

Zons 1495: Eine junge Frau wird geschändet und verstümmelt aufgefunden. Offensichtlich war sie Opfer des Rituals eines perversen Mörders geworden. Eigentlich ist das kleine mittelalterliche Städtchen Zons, das damals wie heute genau zwischen Düsseldorf und Köln am Rhein liegt, immer besonders friedlich gewesen. Doch seitdem der Kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden dem Städtchen die Zollrechte verliehen hatte, tauchte immer mehr kriminelles Gesindel auf. Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache ist geschockt von der Brutalität des Mörders und verfolgt seine Spur – nicht ahnend, dass auch er bereits in den Fokus des Puzzlemörders geraten ist...

Zons 2012: Die Journalismus-Studentin Emily kann ihr Glück kaum fassen! Sie darf eine ganze Artikelserie über die historischen Zonser Morde schreiben. Doch mit Beginn ihrer Reportage scheint der mittelalterliche Puzzlemörder von Zons wieder lebendig zu werden, als eine brutal zugerichtete Frauenleiche in Zons aufgefunden wird. Kriminalkommissar Oliver Bergmann nimmt die Ermittlungen auf. Erst viel zu spät erkennt er den Zusammenhang zur Vergangenheit. Verzweifelt versucht er die Puzzleteile des Mörders zusammenzufügen, doch der Täter ist immer einen Schritt voraus...“

Das Cover finde ich sehr passend. Man kann darauf ein Puzzleteil erkennen und der Hintergrund sieht aus wie altes (Pergament)papier.

Das Buch beginnt mit einem Ausschnitt aus der Gegenwart, also mit dem Jahr 1495. Ganz am Anfang des Buches findet man außerdem einen alten Lageplan von Zons.

Mich hat das Buch sehr überrascht. Am Anfang war ich nicht wirklich in der Stimmung, um einen Thriller zu lesen - zumal er im Winter spielt und wir gerade die letzten Sonnenstrahlen genießen. ;D Dennoch habe ich angefangen zu lesen..und ich konnte einfach nicht mehr aufhören!

Der Schreibstil ist super. Angenehm und sehr flüssig zu lesen.
Die Charaktere fand ich super – sowohl in der Gegenwart als auch in der Gegenwart. Sie waren alle sehr authentisch und man hat auch genug über sie erfahren, sodass sie mir alle sehr sympathisch waren.
Spannend fand ich den ständigen Sichtwechsel der verschiedenen Personen. Das ist der Autorin wirklich gut gelungen – denn ich wusste fast immer bei den ersten Sätzen, aus wessen Sicht gerade erzählt wird.

Gut gelungen ist der Autorin außerdem der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Sie hat es immer wieder geschafft, diesen Wechsel an richtig spannenden Stellen einzubauen, sodass ich natürlich unbedingt wissen wollte, wie es mit der Geschichte weitergeht. Eine richtig gute Idee, die es auf jeden Fall schafft, jeden Leser zu fesseln!

Mit dem Ende hätte ich so überhaupt nicht gerechnet. Währenddessen in beiden Zeiten ermittelt wurde, habe ich natürlich mitgerätselt, wer der Täter sein könnte. Ab und zu wurde nämlich auch aus der Sicht de Täters erzählt, das fand ich besonders interessant.
Als es dann aber zur Auflösung der Mordfälle kam, war ich sehr überrascht.  

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung des Buches! (Zumal die letzten Sätze echt fies sind!) :D

Ganz besonders für mich war an dem Buch natürlich, dass ich in der Nähe von Zons wohne und auch Verwandte von mir dort wohnen, sodass ich schon oft in Zons war und auch öfter mal in die Altstadt fahre. Ich fand es schon sehr seltsam, wenn Namen von Orten ganz in der Gegend aufgetaucht sind oder auch die Schauplätze genannt wurden. Deshalb hat das Buch bei mir noch einmal einen "Extrabonus", da ich an einigen Stellen schon ein wenig Gänsehaut hatte.

Alles in Allem ein richtig gelungenes Buch, welches von mir fünf von fünf Rosen bekommt!

  • Taschenbuch: 198 Seiten
  • Verlag: Kafel Verlag; Auflage: 1 (25. Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 300039009X
  • ISBN-13: 978-3000390098
Ich habe jetzt die Angaben des Taschenbuches genommen, es gibt das Buch aber auch als E-Book. :-)

Und hier findet ihr meinen Leseeindruck zu dem Buch:



Kommentare:

  1. Hhmm . . . der Titel erinnert mich an Saw^^
    Auch wenn die Beiden wahrscheinlich nicht so viel miteinender gemeinsam haben, wie ich im ersten Moment vermutet habe, landet es wohl trotzdem auf der WuLi.
    Danke für die Rezi =)

    LG
    Silke

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    1. Wusste ich gar nicht, dass es den Puzzlemörder auch bei Saw gibt. :D Aber nein, es hat vermutlich nichts damit zu tun.
      Sehr gerne. Das freut mich. :)

      LG Jessica

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  2. Danke für die Rezi, das Buch scheint genau in mein Beuteschema zu passen, ich werde es im Auge behalten.

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  3. Hier ist ein guter-Laune-Sonntags-Award für dich!! :)
    http://wp.me/p16MjZ-3ej

    Liebe Grüße,
    Charlousie

    PS: Die Wohnzimmerlesung klang wirklich spannend!

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    1. Oh, dankeschön!! ♥ Ich freu' mich, der Award sieht echt toll aus. :)
      War sie auch. :))

      LG Jessica

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  4. Hallo Jessica,
    bin zufällig auf deinen Bücherblog gestoßen. Find' ich toll!
    Eigentlich habe ich nach einer Lesung zum "Puzzlemörder" gesucht. Weißt du das vielleicht? Es soll am 10. Oktober in Zons sein.
    LG
    Kerstin Kiesewetter

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    1. Hallo Kerstin :)

      Das freut mich. :)
      Hab' dir schon per Mail geantwortet. :)

      LG Jessica

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  5. Das kann ich mir vorstellen, dass das Buch noch mal so gut ankommt, wenn man die Orte der Handlung kennt. Ich muss gestehen, vorher noch nie von Zons gehört zu haben.

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Ich freue mich über eure Meinung. :)