Montag, 31. Oktober 2011

Chevy Stevens – Never Knowing, Endlose Angst




"In mir fließt das Blut eines Mörders. Ich habe Angst. Vor ihm. Und vor mir."
Seine Eltern kann sich niemand aussuchen. Aber was, wenn dein Vater ein gesuchter Serienkiller ist? Atemlos verstörend von tief innen heraus: der neue abgründige Thriller von NY-Times-Bestsellerautorin Chevy Stevens. Kurz vor ihrer Hochzeit erfährt die adoptierte Sara etwas Unfassbares: Ihr leiblicher Vater ist ein berüchtigter Serienkiller. Seit über 30 Jahren geht er jeden Sommer auf die Jagd - nach Frauen. Er ist einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes. Mit Hilfe der Therapeutin Nadine aus - Still Missing - versucht Sara, mit ihren Ängsten fertigzuwerden: Hat sie mehr von ihrem Vater geerbt, als sie sich eingestehen will? Doch bald wird klar, dass es Schlimmeres gibt, als herauszufinden, dass dein Vater ein Serienkiller ist - nämlich dass er Teil deines Lebens werden will... „

Die Rezension habe ich direkt, nach dem ich das Buch gelesen hatte, geschrieben, also wundert euch nicht. ;)
Ich bin gerade in einem echt komischen Zustand, die letzten 130 Seiten haben mich so aufgewühlt, das könnt' ihr euch nicht vorstellen.
Das Buch war das Beste, was ich seit Langem gelesen habe... Ich bin gerade noch richtig in dem Buch „drin“, wenn ihr wisst, was ich meine.
Es fängt recht harmlos an, Sara versucht herauszufinden, wer ihre leiblichen Eltern sind. Doch damit löst sie ein Lawine an Ereignissen aus, mit denen niemand rechnen konnte.
Die ersten 250 Seiten sind gut geschrieben, die Spannung lässt meiner Meinung nach noch etwas auf sich warten. Da ich mir heute vorgenommen hatte, das Buch auszulesen, war ich echt gespannt auf die restlichen Seiten. Und ich muss sagen, das Ende hat mich echt umgehauen!
Die Spannung wird immer unerträglicher, dann passiert etwas, man denkt, es ist alles vorbei, jedoch ist dann doch nicht alles vorbei. Glaubt mir, ich hätte jeden, der mich in den letzten anderthalben Stunden gestört hätte, bzw. mich aus meinem Zimmer geholt hätte, eigenhändig wieder aus meinem Zimmer geschmissen (meine Mutter kam mal kurz, hat jedoch gemerkt, wie gefesselt ich war und ist wieder gegangen...).
Das Buch hat etwa 480 Seiten. Das hört sich sehr viel an – und ja, ist es auch. Die erste Hälfte des Buches schleicht etwas vor sich hin, jedoch nicht in der Art, wo man kurz davor ist, aufzuhören sondern wirklich so, das man immer weiter lesen möchte und wissen möchte, wie es weitergeht.
Es kommen immer wieder neue Hintergründe heraus und Sara erlebt echt eine Menge.
Was ich gut finde, ist dass das Buch so geschrieben ist, das Sara alles ihrer Psychiaterin schreibt, also sie erzählt sozusagen alles. Das merkt man aber zum größten Teil gar nicht, da man – zumindest ich – so in der Geschichte versinkt und sich gar nicht mehr darauf konzentriert, aus welcher Sicht gerade erzählt wird.
Wie schon gesagt, das Ende hat mich so was von umgehauen, ich bin gerade wie in einem Rausch, was ihr bestimmt schon merkt, da ich mich glaube ich sehr oft wiederhole.
Es passiert so viel und man rechnet überhaupt nicht mehr damit. Sara wird wirklich von den Ereignissen „überrollt“ und auch ich wurde da. Irgendwann denkt man einfach nur noch „Schlimmer kann es ja jetzt nicht mehr kommen!“. Jedoch tut es das meiner Meinung nach ziemlich oft.
Was zum Schluss für Sachen raus kommen, ist echt der Hammer.
Nach und nach fügen sich viele Puzzleteile und ich bin immer noch baff, was alles ans Tageslicht kommt. Auch, das man einigen Leuten nicht trauen solle, kommt raus, und dies ist der Hauptgrund, warum mich das Ende so umgehauen hat. Ich hätte nie gedacht, das es so endet.
Ich möchte euch hier aber auch gar nicht zu viel verraten, ich rate euch nur: Lest das Buch!!!! Es ist echt der Hammer. Und auch, wenn ihr keine Thriller lest, es ist viel mehr ein Psychodrama als ein Thriller, wie ich finde. Die meisten Thriller sind sehr hart, sie beschreiben oft sehr genau, wie Leute zum Beispiel zu Tode gekommen sind usw. Das ist jedoch in diesem Buch nicht der Fall, hier liegt der Fokus eher auf Sara, auf ihren Erlebnissen, Gedanken, Gefühlen, Ängsten, Hoffnungen... was ich echt super finde, denn so wird man total von der Geschichte mitgenommen und kann voll miterleben, was Sara alles durchmacht.
Also ich kann wirklich nur jedem empfehlen, das Buch zu lesen.
Ich werde mir wahrscheinlich bald auch das erste Buch von Chevy Stevens (Still Missing) kaufen, nachdem ich von ihrem zweiten so begeistert bin. Ich hoffe, ich werde nicht enttäuscht. ;)
Ihr habt bestimmt schon bemerkt, das ich echt total begeistert von dem Buch bin und eigentlich ist diese Rezension auch viel länger als geplant.
Ich finde jedoch, so ein tolles Buch hat eine etwas längere Rezension auf jeden Fall verdient.
Ich hoffe nur, das ihr euch von der Länge nicht abschrecken lasst und sie bis zum Schluss durchlest. Das würde mich echt freuen. ;)
Also, wer mal wieder ein super Buch lesen möchte, dem lege ich „Never Knowing“ echt ans Herz.
Ich für meinen Teil werde jetzt aber erstmal wieder ein Buch mit etwas Humor von meinem Sub nehmen, denn das brauche ich jetzt. Abwechslung tut ja auch mal gut. ;D
So und jetzt ist die Rezension dann mal zu Ende. :D

  • Broschiert: 496 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2 (4. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596192749
  • ISBN-13: 978-3596192748

Kleine Info über die Autorin (die es wirklich verdient hat, erwähnt zu werden):

„Chevy Stevens ist auf einer Ranch auf Vancouver Island aufgewachsen. Sie arbeitete einige Jahre als Immobilienmaklerin und kam während der einsamen Wartezeiten bei Open-House-Besichtigungen auf die Idee zu ihrem ersten Thriller ›Still Missing – Kein Entkommen‹. Der Roman wurde sofort zu einem internationalen Bestseller; auch ihr zweiter Thriller ›Never Knowing – Endlose Angst‹ erscheint weltweit in über 20 Sprachen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann auf Vancouver Island vor der kanadischen Westküste. „

Quelle:
http://www.amazon.de/Never-Knowing-Endlose-Chevy-Stevens/dp/3596192749

Kommentare:

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