Hallo ihr Lieben,
heute ist es endlich soweit, die Blogtour zu "Blut im Schuh" macht auf Jessis Bücherkiste Halt! :)
Hier noch einmal die Regeln:
In der Zeit vom 08.05. - 12.05.2013 werden die o.g. Blogs euch zu ihrem jeweiligen Bericht eine Frage stellen. Ihr habt dann die
Möglichkeit, ein Kommentar zu hinterlassen. Die
liebe Anna wird dann am 13. Mai unter allen Kommentaren die Gewinner
ziehen. Solltet ihr aus irgendwelchen Gründen keine Wohnzimmerlesung
gewinnen wollen, schreibt dies bitte in dem Kommentar dazu! Manchmal hat
man vielleicht keine Lust oder auch keinen Platz. Dies soll natürlich
bei der Auslosung berücksichtig werden.
Zu gewinnen gibt es:
Ein Buch mit Wunschsignatur
Ein Buch mit Wunschsignatur und schönem Lesezeichen aus Metall
Eine Wohnzimmerlesung (Anna Schneider kommt zu Euch nach Hause)
Für euch beantwortet Anna heute einige Fragen und wir hoffen, dass euch das Interview gefällt!
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| Copyright Marcella Merk |
Hallo Anna, vielen Dank, dass du an unserer Blogotur teilnimmst und heute meine Fragen beantwortest!
Ich freue mich auf die Blogtour zu meinem Debüt und mache das natürlich sehr gerne!
„Blut ist im Schuh“ hat schon viele gute Rezensionen bekommen.
Hättest du je damit gerechnet, dass dein erstes Buch auf so viel
Begeisterung stößt?
Offen gestanden: Nein. Ich hatte natürlich gehofft, dass
es meinen Lesern gefällt, aber so viele begeisterte Rückmeldungen
habe ich nicht erwartet und auch nicht, dass sich das Buch so schnell
„herumspricht“. Besonders freue ich mich über die vielen
begeisterten Rückmeldungen, die ich auch von erwachsenen Lesern
bekomme. Sogar einige Männer sind von meinem Buch angetan.
Insofern
ist das gerade eine wunderschöne Zeit. Ich lese jede Rezension mit
Freude und wünsche mir, noch ganz vielen Menschen mit meinem Buch
spannende Stunden zu schenken. Denn das war immer mein Traum:
Menschen mit meinen Geschichten zu unterhalten.
Hat sich dein Alltag nach dem Erscheinen von „Blut ist im Schuh“
verändert? Wenn ja, wie?
Ein wenig, aber nicht grundlegend. Ich habe schon vor
„Blut ist im Schuh“ einen Krimi für Erwachsene geschrieben, habe
komplette Plots für zwei weitere Jugendromane entwickelt und arbeite
außerdem an einem Psychothriller. Insofern bedeutet das für mich:
schreiben, schreiben und schreiben. Ich finde das herrlich!
Was
sich verändert hat, ist der verstärkte Kontakt zu meinen Lesern.
Den gab es zuvor natürlich nicht. Ich genieße es, ein direktes
Feedback zu bekommen. Allerdings erfordert die Beantwortung von Mails
auch viel Zeit und ich glaube, dass ich da noch die richtige Balance
für mich finden muss.
Woher bekommst du deine Ideen?
Und wie bist du darauf gekommen,
dein erstes Buch an das Märchen „Aschenputtel“ anzuknüpfen?
Hast du eine besondere Verbindung zu Märchen?
Meine Ideen bekomme ich immer und überall. Es kann ein
Thema in der Zeitung sein, das mich nachdenklich macht, ein Gespräch,
ein Vortrag – alltägliche Dinge halt. Manchmal habe ich in ganz
gewöhnlichen Situationen auch sehr skurrile Einfälle: Neulich ging
ich unter einem Balkon her und von oben fiel mir ein Wassertropfen
auf die Stirn. Als ich den wegwischte, dachte ich: „Und wenn das
jetzt Blut gewesen wäre? Was hätte da oben passiert sein können?“
Märchen
liebe ich schon seit meiner Kindheit. Ich habe auch über Jahre
hinweg besonders schön illustrierte Märchenbücher aus aller Welt
gesammelt. So kam der Wunsch nach einem Märchenthriller, der von
meinem Verlag an mich herangetragen wurde, sehr entgegen.
Aschenputtel
hat sich aufgrund der Grundstruktur des Märchens angeboten, denn ich
wollte gerne über Patchworkfamilien schreiben, weil mittlerweile
immer mehr Jugendliche von Trennungen der Eltern betroffen sind. Weil
es ein Thriller speziell für Mädchen werden sollte, fand ich die
Liebesgeschichte, den hübschen „Prinzen“, Kleiderauswahl und
SCHUHE als Randthemen perfekt geeignet.
Entstehen bei dir zuerst die Charaktere oder die Geschichte?
Das ist ganz unterschiedlich. Meist existiert in meinem
Kopf irgendeine Idee mitten aus dem Buch. Bei Aschenputtel habe ich
als Erstes die Verfolgungsjagd im Wald geschrieben. Bei anderen
Büchern ist es die Auflösung oder das Grundthema. Einmal hat es
auch mit einer Person begonnen, die mich so faszinierte, dass ich
eine Geschichte um sie herum gewoben habe. Diese Ideen liegen aber
noch in meinem Schreibtisch ...
Gab es schon einmal anstrengende
Charaktere,
die einfach nicht so sein wollten, wie du es vorgehabt hast?
Und wie
hast du dieses Problem gelöst?
Ja, die gab es. Wenn ich schreibe, habe ich das Gefühl,
die Figuren sitzen leibhaftig hinter mir auf dem Sofa und begleiten
mich in meinem Alltag. Als ich im Frühjahr mit der Leseprobe zu
einem Psychothriller beginnen wollte, kam eine Figur nicht herein und
blieb zögernd im Flur stehen. Ausgerechnet die Hauptfigur!
Das
Problem: Es war einfach die Falsche. Ich änderte ihren Namen, einige
Wesenszüge, ihr Aussehen und schon schrieb ich Seite um Seite. Erst
an diesem Punkt werden die Figuren lebensecht und beginnen dann ein
Eigenleben zu führen. Da läuft nicht alles, wie ich es mir
vorgestellt habe, aber wenn ich es zulasse, merke ich oft, dass es
der Geschichte gut tut, sie so und nicht anders passt. Deshalb
erzwinge ich in dieser Hinsicht nichts mehr, sondern ändere mein
Konzept so lange, bis es passt.
Eddie war beispielsweise nur als
Nebenfigur geplant, hatte ursprünglich nur drei kleine Auftritte.
Diejenigen, die mein Buch kennen, wissen, dass sich das erheblich
verändert hat.
Wie bist du auf den Verlag planet girl gestoßen? Wurdest du entdeckt
oder hast du Kontakt zum Verlag aufgenommen?
Eine wunderbare Kollegin, die selbst für den Verlag
schreibt, fragte mich per Mail, ob ich schon einmal darüber
nachgedacht hätte, Jugendthriller zu schreiben und schickte mir die
Anforderungen des Verlages.
Noch
während des Lesens kamen mir gleich zwei Ideen für Märchenthriller
- eine davon war „Blut ist im Schuh“. Wir telefonierten und ich
bekam tatsächlich von der Programmdirektorin eine Chance. Nach dem
Kurzexposé bekam ich vier Wochen Zeit, eine Leseprobe zu schreiben
und erhielt darauf hin meinen ersten Verlagsvertrag. Wie im Märchen!
Wie lange hast du für „Blut ist im Schuh“ gebraucht?
Der erste Entwurf stand im Mai 2011, erschienen ist es im
März 2013. Aber ich habe natürlich nicht kontinuierlich zwei Jahre
daran gearbeitet. Für Exposé und Leseprobe brauchte ich ungefähr
vier Wochen. Dann begann das ganz konkrete Plotten und die „echte“
Schreibzeit. Das waren ungefähr sechs Monate. Anschließend liest
die Lektorin, dann kommt der erste Korrekturlauf, der dieses Mal
umfangreich war, weil ich einiges kürzen musste. Dann noch die
Schlusskorrektur der Fahnen. Ich arbeite somit zwischen neun und
zwölf Monaten an einem Buch, je nach Umfang. Wobei ich dazwischen
zumeist andere Projekte einschieben muss, zum Beispiel
Kurzgeschichten oder Exposés für Nachfolgeprojekte.
Gibt es einen Grund dafür, warum dein erstes Buch gerade ein
Jugendbuch geworden ist?
Das war eher ein Zufall, wie ich bereits eben geschildert
habe. Aber mir macht es große Freude, wieder in dieses Alter zu
schlüpfen, mich in diese Zeit zurückzuversetzen. Es gibt auch viele
Themen, die ich gerne noch behandeln würde. Für mich wäre es eine
tolle Kombination, sowohl Jugendbücher wie auch Thriller für
Erwachsene zu schreiben.
Was machst du gegen Schreibblockaden bzw. dann, wenn dir einfach
keine Ideen mehr kommen wollen?
Keine
Ideen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemals passiert. Eine
tolle Kollegin sagte neulich bei einer Lesung: „Die Ideen liegen
auf der Straße. Man muss sie nur aufheben.“ Für mich trifft
dieser Satz absolut ins Schwarze und wer mit offenen Augen durch die
Welt geht, wird auch Geschichten finden.
Schreibblockaden
entstehen bei mir immer dann, wenn etwas nicht stimmt. Das kann der
Plot sein, der so nicht passt. Eine Location für die ich noch kein
Gefühl bekommen habe oder dass ich den Charakter einer Figur nicht
vollkommen erfasst habe oder sie nicht richtig passt. Dann muss ich
alles noch einmal abklopfen, um die Stelle zu finden, an der es hakt.
Danach fließt es in der Regel besser als zuvor, fügen sich alle
Teile wie bei einem Puzzle ineinander.
Hast du schon ein weiteres Projekt in Aussicht bzw. dürfen wir uns
auf ein zweites Buch von dir freuen?
Ja, das habe ich. Im kommenden Frühjahr wird ein neues
Buch bei Planet Girl erscheinen. Alle, die auf eine Fortsetzung von
„Blut ist im Schuh“ warten, muss ich allerdings enttäuschen.
Dieses Mal wird es ein ganz „normaler“ Jugendthriller, der in
Frankfurt am Main spielt.
Wir hoffen, dass euch das Interview gefallen hat! :)
Hier nun meine Frage an auch:
Was hat Anna Schneider schon vor "Blut ist im Schuh" geschrieben?
Antworten bitte als Kommentar. :)
Morgen macht die Blogtour auf BuchZeiten halt, schaut doch mal vorbei!
Euch noch einen schönen Feiertag! ♥