Sonntag, 24. März 2013

Christina Plaka - Kimi he. Worte an Dich

„Eine unmögliche Liebe! Christina Plaka verbrachte als erste deutsche Mangaka ein Jahr an der Seika-Universität in Kyoto, wo sie zum ersten Jahrgang des Masterkurses an der Graduate School of Manga Studies gehörte. Ihre Abschlussarbeit erscheint nun als Buch - und überrascht in nahezu jeder Hinsicht: KIMI HE - WORTE AN DICH ist eine autobiographisch inspirierte, zarte Liebesgeschichte. Anders als ihre bisherigen Manga ist KIMI HE in einem grafisch sehr offenen, detaillierten Stil und sehr ruhigem Storytelling gehalten. Mit diesen Stilmitteln gelingt es ihr auf erstaunliche Weise, schöne und zarte, aber auch heikle Momente einer schier unmöglichen Liebe minutiös auf Papier zu bannen. „

Das Buch ist schön gestaltet, das Cover finde ich sehr ansprechend und passend zum Buch.

Die Geschichte des Buches basiert auf einer wahren Begebenheit, was ich sehr interessant finde. Die Hauptprotagonistin im Buch ist also die Autorin selbst. Sie lernt einen jungen Mann kennen und der Manga beschreibt fast wie ein Tagebuch, wie Christina sich in ihn verliebt. Über manchen Zeichnungen befindet sich ein Datum, an welchem Tag und in welchem Monat sich die Szenen gerade abspielen.

Da das Buch ein Manga ist und fast nur aus Zeichnungen besteht, hat man es sehr schnell gelesen.
Im Gegensatz zu anderen Mangas befindet sich die wörtliche Rede nicht in Sprechblasen, sondern frei schwebend wieder.
Das passt aber gut zu dieser Geschichte.

Dieser Manga liest sich in westlicher Richtung, das heißt nicht wie andere Mangas von rechts nach links, sondern wie ein normales Buch von links nach rechts. Das fand ich schade, denn ich lese gerne andere Mangas. Groß gestört hat es mich aber nicht.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schafft es, in wenigen Bildern und Sätzen ihre Gefühle und Gedanken sehr gut auszudrücken. Ich habe oft mitgefühlt und auch gelitten, da ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch, weil die Autorin oft nur Augen oder Gesichter gezeichnet hat, an denen man sehr gut erkennen konnte, wie die Person sich gerade fühlt – und das ohne viele Worte!

Lediglich zum Schluss hat mir etwas gefehlt. Hier hätte die Autorin meiner Meinung nach gerne noch etwas an die wahre Geschichte anhängen und die Geschichte so etwas ausformulieren können.

„Kimi he- Worte an Dich“ ist eine schöne Geschichte, die mich berührt hat und ohne viel Worte auskommt.

  • Taschenbuch: 168 Seiten
  • Verlag: Carlsen (März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551766495
  • ISBN-13: 978-3551766496

#4 - Junges Blut - Kate Sunday und das Herzklopfen Down Under

  "Die Aktion "Junges Blut" bezieht sich auf eine Reihe von Interviews und Aktionen rund um junge, neue, unbekannte deutsche Autoren und Autorinnen. Um bei "Junges Blut" mit von der Partie sein zu dürfen, muss ein Autor/eine Autorin neu sein, sein oder ihr Buch im Selbstverlag oder als E-Book rausgebracht haben oder von einem eher kleinen Verlag verlegt worden sein. Es werden keine Autoren/Autorinnen vertreten sein, die z.B. bei den "Großen" Verlagshäusern verlegt wurden."

Die Idee zu der Aktion kam mir und Jessi, von Books a week als wir immer mehr und mehr neue Autorinnen entdeckten, die ihre Bücher als Eigenproduktion (E-book/Print) rausgebracht haben und die für unseren Geschmack viel zu gut schreiben und wir nicht wollen, dass sie unbekannt oder unentdeckt bleiben. Wir wollen diesen Autoren und Autorinnen die Möglichkeit geben, sich und ihr Buch vorzustellen und sich so noch mal einer breiteren Masse zu zeigen. Wir sind froh, dass wir für diese Aktion schon einige Autorinnen gewinnen konnten auch wenn diese teilweise nicht mehr ganz so unbekannt sind. 


Die Autorin:

Kate Sunday habe ich über Facebook "kennen gelernt". 
Sie ist mir total sympathisch, aber leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen, etwas von ihr zu lesen. Das wird sich aber bald ändern, denn im Frühjahr 2013 wird es ein neues Buch von ihr geben, auf das ich schon sehr gespannt bin! :)
Und jetzt ein bisschen was von Kate über Kate: Ich bin in Köln geboren und in Süddeutschland aufgewachsen. Eine Zeitlang habe ich in den Vereinigten Staaten gelebt. Nach dem Abitur studierte ich Anglistik und Deutsche Philologie, arbeitete anschließend im Bibliographischen Institut & F. A. Brockhaus AG als Redaktionsassistentin. Am liebsten schreibe ich über die Liebe, unter anderem Namen auch Kurzgeschichten für Kinder für einen lokalen Radiosender.

Ich bin Mitglied bei DeLiA, der Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren.
 
Das Interview:
   
Beschreibe doch bitte dein Buch "Herzklopfen Down Under" und was dir besonders daran am Herzen liegt?
 
„Herzklopfen Down Under“ ist eine romantische, spannende Liebesgeschichte um eine deutsche Austauschschülerin und einen jungen australischen Surfer.  Sie erzählt von den Wünschen und Hoffnungen eines heranwachsenden Menschen, von der Begegnung mit einem fremden Land  auf der anderen Seite der Erde. Es geht um Liebe, Freundschaft, Verrat. Darum, über sich hinauszuwachsen, seine eigene Kraft, seinen Mut und Selbstvertrauen zu entdecken.  
Vor vielen Jahren habe ich selbst einige Zeit als Austauschschülerin in einem anderen Land verbracht. Ich durfte Teil einer wunderbaren Familie in Akron, Ohio, werden und habe dort eine unvergessene Zeit erlebt, die mich sehr  geprägt hat. Noch heute pflege ich enge Verbindungen dorthin.  Ich weiß, welche Gefühle, Ängste und Gedanken einen jungen Menschen bewegen, der sich das erste Mal in seinem Leben allein in der Ferne behaupten muss.  So sind einige Erfahrungen, die ich während meiner Zeit im Ausland machen durfte, durchaus, wenn auch in veränderter Form, in die Geschichte eingeflossen. Insofern bedeutet mir dieses Buch sehr viel.
 
Wie bist du auf die Idee der Geschichte gekommen und was hat dich dazu bewogen sie nieder zu schreiben?
 
Ich habe schon eine Weile mit dem Gedanken gespielt, einmal eine spannende Geschichte mit vorwiegend jugendlichen Protagonisten zu entwickeln, von denen die weibliche Hauptfigur ebenfalls auf die Reise geschickt wird. Am besten nach Down Under, den fernen, weiten Kontinent, der, wie ihr vielleicht wisst, zu meinen  Lieblingsreisezielen zählt. Dort hat das junge Mädchen nicht nur mit den Irrungen und Wirrungen der Liebe zu kämpfen, sondern auch mit den Gegebenheiten des fremden, faszinierenden Landes  sowie seinen Bräuchen und Sitten. 

Sind deine Buchcharaktere rein fiktive Personen oder hast du dich an Personen aus deinem Bekanntenkreis usw. orientiert?
 
Die in diesem Roman dargestellten Personen sind größtenteils frei erfunden.  Allerdings trägt die Eine oder der Andere Charakterzüge von mir bekannten Menschen, sowohl positive als auch negative. Natürlich gibt es Menschen in meinem Umfeld, die mich zu dieser oder jener Figur inspiriert haben ;-)
Äußerliche Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind jedoch rein zufällig! ;-)

Hand aufs Herz! Wie steinig war der Weg zum ersten fertigen Buch?
 
Es hat wirklich sehr lange gedauert, bis aus der ursprünglichen Idee ein richtiges Buch entstand. Ich glaube, es war im Jahr 1992, als ich anfing, die ersten Seiten zu meinem Debütroman zu schreiben. Viele, viele Jahre schlummerte das Manuskript in der Schublade. In dieser Zeit hatten Beruf und Familie Vorrang, und das Schreiben trat in den Hintergrund. Als ich Zeit und Muße fand, die Geschichte endlich fertig zu schreiben, hatte ich das große Glück, schnell einen Verlag zu finden, der sich dafür interessierte.  Dafür bin ich sehr dankbar.
 
Würdest du alles wieder genauso machen oder etwas ändern wenn du könntest?
 
Es gibt mit Sicherheit Dinge, die ich heute anders machen würde. Ich habe zum Beispiel bei meinem ersten Manuskript versäumt , chronologisch und strukturiert vorzugehen. Munter bin ich von Szene zu Szene gesprungen und habe so geschrieben, wie es mir gerade eingefallen ist. Im Nachhinein die Textteile so zusammenzufügen, dass alles passt, ist sehr aufwendig. (Und kostet viele Nerven! ;-) Mit meinem zweiten Manuskript und auch meinem dritten, an dem ich gerade sitze, habe ich zunächst einen Plot und ein Exposé erstellt und mir damit die Arbeit wesentlich erleichtert. J

Was sagst du zu Buchbloggern und freien Kritikern auf Amazon und Co. ?
 
Bisher habe ich nur gute Erfahrungen mit Buchbloggern oder auch Kritikern auf Amazon und anderen Plattformen gemacht.  Ich bin sehr dankbar, wenn sich jemand die Mühe macht, sich kritisch mit meinem Buch auseinanderzusetzen. Ohne die Buchblogger hätten es neue und unbekannte Autoren sehr viel schwerer, ihre Bücher der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ich finde es gut, wenn jeder seine Meinung äußert, und wenn es in einem fairen Rahmen geschieht, ist das in Ordnung. Die Welt ist bunt und die Geschmäcker verschieden, und das ist gut so!

Was fällt dir zur Rubrik "Junges Blut" ein und findest du diese Idee?
 
Ich finde die Idee einfach toll und fühle mich plötzlich seltsam verjüngt! Nein, im Ernst: Es ist schön, dass es Menschen wie euch gibt, die sich auch für „junge“ ;-) und noch unbekannte AutorInnen und ihre Werke interessieren und ihnen auf ihrem Blog oder ihrer Homepage eine Plattform bieten. Ich freue mich sehr, dass ich dabei sein darf!

Mach doch mal bitte richtig dolle Werbung für dich und dein Buch "Reim, Vers, Bild, usw..."
 
Vielleicht macht euch ja der tolle Buchtrailer vom bookshouse Verlag Lust auf die spannende Liebesgeschichte aus  Down Under: http://www.youtube.com/watch?v=9fqn9CFi9D4

Vielleicht habe ich euch ja ein bisschen neugierig auf meinen Roman machen können. Ich freue mich immer über Rückmeldungen, Lob oder Kritik! Oder einfach über einen netten Gruß in meinem Gästebuch auf der Homepage: http://katesunday.de oder auf meinem Blog: http://katesunday-autorin.blogspot.de
  

Bücher der Autorin:
  1. Das Lachen des Kookaburra 
  2. Herzklopfen - Down Under  (Frühjahr 2013) 
Gewinnspiel 

 Jetzt habt ihr die Chance das Buch "Herzklopfen Down Under " als E-book zu gewinnen.  
Dazu schickt ihr folgendes per E-mail: 
  1. Euren Namen, eure E-mail Adresse
  2. gewünnschtes E-book Format
Und das alles schickt ihr an: booksaweek@gmx.de    
Betreff: Herzklopfen
Einsendeschluss ist der: 10.4.2013 (24 Uhr) 
 
Wir wünschen euch viel Glück! :) 
 
 

Samstag, 23. März 2013

Catharina Westphal – Ein Jahr in Wimmelhausen

„Von Januar bis Dezember gibt es in Wimmelhausen jede Menge zu sehen und zu erleben: Kinder, die im Schnee spielen oder die Sommersonne genießen, Menschen, die lachen oder weinen, zu Hause oder unterwegs sind in den Kindergarten oder zu Schule gehen, verrückte Dinge sammeln, heiraten, Kinder bekommen, umziehen und miteinander Ostern und Weihnachten feiern... Willkommen im Wimmelhausen! „

Auch dieses Buch habe ich im Kindergarten entdeckt und fand es sehr ansprechend.

Wie der Titel schon sagt, ist es ein Wimmelbuch. Jedoch – im Unterschied zu anderen Wimmelbüchern – gibt es hier keinen Gegenstand, den man suchen muss, sondern die Bilder sind lediglich zum Anschauen und Entdecken da.
Das fand ich aber überhaupt nicht schlimm, denn oft fixiert man sich bei solchen Gegenständen ja nur darauf, sie zu finden und übersieht viele andere Details.

Das Buch beinhaltet insgesamt zwölf Bilder, von Januar bis Dezember – ein ganzes Jahr also.
Dementsprechend erfahren die Kinder spielerisch den Ablauf der Jahreszeiten. Im Winter liegt noch Schnee, im Frühling fangen die Blumen an zu wachsen, im Sommer tragen die Leute kurze Sachen und die Sonne scheint, im Herbst verlieren die Bäume ihre Blätter und es ist windig.
Das finde ich eine sehr schöne Idee, denn auch das kann man alles auf den Bildern entdecken.

Außerdem können Kinder auch viele Feste kennenlernen, zum Beispiel Ostern und Weihnachten. Das erkennt man daran, dass die Leute Eier suchen oder auch Geschenke vor einem Weihnachtsbaum auspacken.
Auch Feiertage werden gezeigt. Im November sieht man zum Beispiel einige Leute auf dem Friedhof stehen (Totensonntag).

Weiterhin kann man die Leute sehr gut begleiten.
Eine Frau hat zum Beginn des Buches zum Beispiel einen etwas dickeren Bauch. Diese Frau ist ab diesem Bild jeden Monat zu sehen. Ihr Bauch wird immer dicker und in einem Monat sieht man dann, dass sie ein Baby im Arm hält.
Zudem gibt es noch ein Paar, welches man dabei begleiten kann, wie es sich kennenlernt und heiratet.
Auch andere Leute findet man auf mehreren Bildern. Ein weiteres Detail, was ich sehr ansprechend finde!

„Ein Jahr in Wimmelhausen“ ist ein tolles Buch zum Anschauen und Entdecken.
Große Bilder bieten viel Platz für viele kleine Details, die zum Erzählen und Austauschen anregen.
Von mir gibt es die volle Punktzahl für dieses Wimmelbuch!

  • Pappbilderbuch: 26 Seiten
  • Verlag: Gabriel Verlag; Auflage: 1. (18. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522302532
  • ISBN-13: 978-3522302531
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 24 Monate - 4 Jahre

Samstag, 16. März 2013

Catherine Shepherd - Der Sichelmörder von Zons

„Der packende Nachfolger von Catherine Shepherd´s Bestseller „Der Puzzlemörder von Zons“:

Zons 1496: Während Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache auf der Spur eines uralten Schatzes ist, den der Erzbischof von Saarwerden bei Errichtung der Stadtmauern tief unter der Erde von Zons verborgen hat, treibt ein brutaler Mörder mit einer goldenen Sichel sein blutiges Spiel mit seinen Opfern. Scheinbar wahllos verschwinden „unbescholtene“ Bürger und alles was von ihnen übrig bleibt, sind ihre toten Zungen, die sichtbaren Zeichen ihrer Sünden. Drei silberne Schlüssel, behütet von Pfarrer Johannes und der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, führen Bastian in ein verschlungenes Labyrinth unterhalb von Zons, wo ein düsteres Geheimnis auf ihn wartet...

Zons 2012: Ein menschlicher Fußknochen wird in den Rheinauen von Zons gefunden. Kommissar Oliver Bergmann kann zunächst keine Leiche finden. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Oliver verfängt sich in einem schier undurchdringbaren Netz aus Verdächtigen und Vermissten. Die nagelneue Salzsäureanlage im Chemiepark Dormagen gerät ebenso in sein Visier wie geldsüchtige Banker, eine goldene Mordwaffe und Ghandis „sieben Todsünden der Moderne“. Als die Journalismus-Studentin Emily und ihre beste Freundin Anna in ernsthafter Gefahr schweben, erkennt Oliver verzweifelt, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt... „

Nachdem mir „Der Puzzlemörder von Zons“ ja schon sehr gut gefallen hat, bekam ich das Angebot, das neue Buch der Autorin zu lesen. Natürlich war ich sehr neugierig, ob es genauso gut werden würde wie der erste Teil und hatte dementsprechende Erwartungen.
Und ich wurde nicht enttäuscht! :)

Ein Pärchen findet man bei einem harmlosen Picknick auf einer Wiese einen Fußknochen. Geschockt alarmieren sie die Polizei und schnell stellt sich heraus, dass dieser Knochen dort noch nicht allzu lange liegt.
Nach und nach wird klar, dass dies nicht der einzige Fund bleiben wird. Aber was hat es damit auf sich?

Im Zons des Jahrs 1946 treibt gerade ein Mörder sein Unwesen, der seinen Opfern erst die Zunge abschneidet, bevor er sie mit einer Sichel umbringt. Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache ist währenddessen auf der Suche nach einem Schatz und begibt sich in das geheime Labyrinth unter Zons. Aber auf was er dort stößt, hätte er nie für möglich gehalten...

Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen.
Der Autorin gelingt es wie im ersten Teil, den Leser total zu fesseln. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen und wollte immer wissen, wie es weitergeht.
Dabei schafft sie es, auch die Übergänge zwischen den zwei verschiedenen Zeiten toll zu beschreiben. Oft hört das Buch an einer spannenden Stelle in der einen Zeit auf und geht dann an einer anderen Stelle in der anderen Zeit weiter – da bleibt einem gar nichts Anderes übrig, als weiterzulesen!

Da das Buch in zwei verschiedenen Zeiten spielt, gibt es dementsprechend auch viele Protagonisten und deshalb auch zu Beginn mehrere verschiedene Handlungsstränge. Obwohl ich davon normalerweise nicht so begeistert bin, fand ich es in diesem Buch total gut. Es wurden nicht zu viele Personen und auch die Handlung blieb noch verständlich – sehr gut gelöst!

Die Protagonisten fand ich super. Man erfährt so viel, dass es genau reicht, um sie begleiten zu können. Mehr braucht es meiner Meinung auch gar nicht zu sein. Sowohl die Personen in der Vergangenheit als auch die in der Gegenwart haben mir sehr gut gefallen. Man kann sich gut mit den Protagonisten identifizieren, denn ihre Gefühle und Gedanken werden sehr gut deutlich.

Was auch im zweiten Teil ganz besonders für mich ist, ist, dass das Buch ganz in meiner Nähe spielt. Zons ist etwa zehn Minuten von mir entfernt und ich bin dort sehr oft.
Dementsprechend kenne ich auch die anderen Orte und viele Schauplätze, die im Buch beschrieben werden. Das finde ich ganz besonders toll.
Zudem werden im zweiten Teil auch aktuelle Themen beschrieben. Da das Buch gerade erst erschienen ist, gelingt der Autorin dies besonders leicht. Das finde ich super!
Eine tolle Idee, aktuelle Ereignisse ins Buch einzubauen!

„Der Sichelmörder von Zons“ ist ein würdiger Nachfolger von „Der Puzzlemörder von Zons“. Ich persönlich fand ihn sogar fast noch besser und spannender als den ersten Teil und ich hoffe, dass es noch nicht das letzte Buch der Autorin war!
Von mir gibt es fünf von fünf Rosen!

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 509 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 328 Seiten
  • Verlag: Kafel Verlag (26. Februar 2013)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00BMAMTLA

Montag, 11. März 2013

Angelika Diem – Für mich bist du der Beste

„Hexe Pollonia will unbedingt den tollen Superturbohexenbesen gewinnen, den es beim Hexenfest für das beste Hexentier zu gewinnen gibt. Zwar hat Pollonia ihren lieben Hexenkater Camillo, doch die anderen Hexen können über so ein gewöhnliches Tier nur lachen. Daher versucht Pollonia sich ein ausgefalleneres Tier herbeizuhexen. Aber keines der Tiere - vom Eisbären über den eitlen Pfau bis hin zum gefährlichen Tiger - passt so gut zu ihr wie Camillo. So beschließt Pollonia mit dem treuen Kater zum Hexenfest zu fliegen, auch wenn sie ausgelacht wird. Denn sie hat gemerkt: Ich mag dich so, wie du bist. Für mich bist du der Beste! Und allen zum Trotz gewinnen sie zu guter Letzt den ersten Preis für das beste Hexentier.Mit ausklappbaren Seiten! „

Dieses Bilderbuch gefällt mir wirklich richtig gut!
Die Hexe Pollonia kannte ich schon vorher, weshalb ich sehr neugierig auf „Für mich bist du der Beste“ war!

Beim Hexenfest gibt es einen Wettbewerb: Die Hexe mit dem besten Hexentier gewinnt einen Superturbohexenbesen und diesen möchte Pollonia unbedingt haben!
Sie hat zwar ihren Kater Camillo, aber der reicht ihr nicht – und deshalb versucht sie, sich das beste Tier zu hexen.
Aber all ihre Versuche scheitern, und sie findet einfach kein passendes Tier für sich, weshalb sie zu dem Hexenfest nun doch ihren Kater Camillo mitnimmt. Denn sie interessiert die Meinung der anderen Hexen nicht, denn ihr Camillo ist doch der Beste!
Doch wer wird den Wettbewerb gewinnen?

Große Bilder und ein leicht verständlicher Text machen dieses Bilderbuch zu einem echten Tipp!
Zudem hat das Buch auch einen pädagogischen Hintergrund: Pollonia hext und hext andere Tiere, aber keins ist ihr gut genug. Bis sie zum Schluss erkennt, dass ihr Kater doch der Beste ist, egal was die anderen Hexen sagen! Das fand ich toll, denn es zeigt den Kindern, dass es manchmal nichts bedeutet, was andere sagen und sie einfach so sein sollten, wie sie sind!

Die Zeichnungen sind sehr schön und es gibt viel darauf zu entdecken. Zudem gibt es lustige Fantasienamen, wie die Hexen beim Hexenfest alle heißen. Diese stoßen bei Kindern auf sehr viel Begeisterung.
Außerdem gibt es bei diesem Buch ausklappbare Doppelseiten, auf denen sich die gehexten Tiere von Pollonia entdecken lassen. Auch das macht aus diesem Buch etwas Besonderes!

„Für mich bist du der Beste“ ist für mich ein rundum gelungenes Bilderbuch!
Große, ausklappbare Bilder, verständlicher Text und eine tolle Geschichte, weshalb es von mir fünf von fünf Punkten gibt! :)


  • Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
  • Verlag: Albarello (15. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 386559039X
  • ISBN-13: 978-3865590398
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre

Freitag, 8. März 2013

Carina Bartsch - Kirschroter Sommer

„Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben? Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben? „

Nachdem es das Buch nun auch als Taschenbuch gibt, musste ich es unbedingt haben!
Lesen wollte ich es ja schon lange mal, aber ich lese immer noch lieber „richtige“ Bücher wie E-Books.

Das Cover ist einfach wunderbar gelungen! Mir gefällt es richtig gut.

Es geht um Emely und Elias.
Elias ist der Bruder von Emelys bester Freundin Alexa.
Früher waren sie mal ein Paar, doch das ist Vergangenheit, denn Elias hat Emelys Herz gebrochen. Dementsprechend gut ist sie auch auf ihn zu sprechen.
Doch es kommt, wie es kommen muss: Alexa zieht von München nach Berlin und so wird Elias wohl oder übel auch wieder ein Teil von Emelys Leben. Und obwohl Emely ihn doch so überhaupt nicht ausstehen kann, fühlt sie doch immer ein angenehmes Gefühl im Bauch, wenn sie ihn sieht..
Und dann ist da noch Luca, mit dem sie anonym Emails schreibt...

Zu Beginn war ich noch skeptisch, da ich normalerweise nicht so sehr für Liebesromane bin.
Doch schnell war diese Skepsis verflogen. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Sehr schnell ist man gefangen von der ganzen Geschichte.

Emely und Elias fand ich super.
Zu Anfang reden die Beiden noch wenig miteinander, doch nach und nach lernen sie immer besser neu kennen. Aber Emely könnte Elias immer noch auf den Mond schießen und das ändert sich auch so schnell nicht.
Doch warum ist da immer dieses komische Gefühl im Magen, wenn Elias in der Nähe ist?

Die Handlung des Buches ist ein totales Auf und Ab.
Als Leser lacht man mit, fiebert man mit oder verzweifelt auch mal. Oft weiß man – genauso wie Emely – einfach nicht, woran man ist. Das liegt zum größten Teil an der Art, wie Emely und Elias miteinander umgehen.
Elias Verhalten ist oft ein einziges Rätsel.
Toll fand ich seine schlagfertigen Antworten, die er Emely entgegnet. Oft musste ich grinsen, als es mal wieder einen Schlagabtausch der Beiden gab.

Irgendwann haben mich die kleinen Konflikte der Beiden aber auch mal genervt. Ich dachte oft nur noch, wie kindisch das doch ist, sich andauernd in die Haare zu kriegen. Aber trotzdem fand ich es spannend, weiterzulesen und herauszufinden, wie es mit den Beiden weitergeht.

Alles in Allem hat mir „Kirschroter Sommer“ aber sehr gut gefallen. Wer eine Liebesgeschichte sucht und ab und zu auch mal lachen möchte, dem wird dieses Buch gefallen!
Deshalb gibt es von mir fünf von fünf Rosen!

  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (25. Januar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499227843
  • ISBN-13: 978-3499227844

Nicole C. Vosseler - In dieser ganz besonderen Nacht

"Eine hinreißend romantische Geistergeschichte vor der beeindruckenden Kulisse San Franciscos
Nach dem Tod ihrer Mutter muss Amber, die in einer deutschen Kleinstadt gelebt hat, nach San Francisco ziehen – zu ihrem Vater, den sie kaum kennt. Sie fühlt sich einsam und verlassen. Eines Abends begegnet sie dort in einem leer stehenden Haus Nathaniel, einem seltsam gekleideten Jungen. Er scheint der Einzige zu sein, der sie versteht. Aber er bleibt merkwürdig auf Distanz. Als Amber den Grund dafür erfährt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg: Nathaniel stammt aus einer anderen Zeit und die beiden können niemals zusammenkommen. Doch in einer ganz besonderen Nacht versuchen die beiden das Unmögliche …"


Das Cover ist richtig schön und das war auch ein Punkt, weshalb ich mir das Buch näher angeschaut habe.

Es geht also um Amber.
Als ihre Mutter stirbt, muss sie zu ihrem Vater nach San Francisco ziehen. Doch sie hatte noch nie so richtig viel Kontakt zu ihm. Dementsprechend begeistert ist sie auch, als sie dort ankommt. Alles ist neu und den Schmerz über den Tod ihrer Mutter hat sie noch lange nicht überwunden.
Doch dann taucht Nathaniel auf – geheimnisvoll und auch etwas seltsam. Sie versteht nicht, warum er so zurückhaltend ist und immer auf Distanz bleibt.
Bis eines Tages herauskommt, wer er wirklich ist....

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der einen guten Einstieg bietet und mich neugierig gemacht hat.
Danach geht es mit Teil 1 des Buches weiter. Insgesamt gibt es drei Teile und über jedem Teil befindet sich ein bestimmtes Zitat – eine sehr schöne Idee.
Die drei Teile sind jeweils in Kapitel eingeteilt, die als Überschriften einfache Zahlen tragen.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, ab und zu war er mir aber etwas zu detailliert – hier hätte sich die Autorin meiner Meinung nach ein paar Seiten sparen können.
Das Buch wird aus zwei Sichten erzählt – aus Ambers und Nathaniels.
Nathaniels Sicht erkennt man an der leicht schrägen Schrift. Das fand ich sehr schön, da man so nicht nur Ambers Sicht auf die Dinge zu lesen bekommt.

Es ist sehr interessant, Amber dabei zu begleiten, wie sie sich bei ihrem Vater und in San Francisco einlebt. Natürlich gibt es auch hier einige Schwierigkeiten – Amber hat es aber auch nicht gerade leicht.
Nichtsdestotrotz lernt sie einige neue Leute kennen, die sich auch sehr um sie bemühen.
Aber dann tritt Nathaniel in ihr Leben – und ab da ist nichts mehr so, wie es vorher war.

Amber und Nathaniel waren mir sehr sympathisch und haben mir gut gefallen. Auch die anderen Charaktere fand ich super.

Zur Mitte hin schwächt das Buch leider etwas ab – dafür wird es aber zum Schluss des Buches umso spannender. Die letzten Seiten sind nur so dahin geflogen.

Außerdem kann ich mich nicht darin erinnern, bei welchem Buch ich zuletzt so viel Tränen vergossen habe...das ist bei mir wirklich recht selten.
Egal ob vor Freude oder Trauer – ich konnte sie nicht mehr zurückhalten.
Das ist für mich ein sehr positiver Punkt an dem Buch gewesen.

Im Großen und Ganzen ist „In dieser ganz besonderen Nacht“ ein sehr schönes Buch – wer ein bisschen Romantik und eine interessante Liebesgeschichte mag, dem wird dieses Buch gefallen.

  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: cbj (25. Februar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 357015534X
  • ISBN-13: 978-3570155349
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren