Samstag, 23. März 2013

Catharina Westphal – Ein Jahr in Wimmelhausen

„Von Januar bis Dezember gibt es in Wimmelhausen jede Menge zu sehen und zu erleben: Kinder, die im Schnee spielen oder die Sommersonne genießen, Menschen, die lachen oder weinen, zu Hause oder unterwegs sind in den Kindergarten oder zu Schule gehen, verrückte Dinge sammeln, heiraten, Kinder bekommen, umziehen und miteinander Ostern und Weihnachten feiern... Willkommen im Wimmelhausen! „

Auch dieses Buch habe ich im Kindergarten entdeckt und fand es sehr ansprechend.

Wie der Titel schon sagt, ist es ein Wimmelbuch. Jedoch – im Unterschied zu anderen Wimmelbüchern – gibt es hier keinen Gegenstand, den man suchen muss, sondern die Bilder sind lediglich zum Anschauen und Entdecken da.
Das fand ich aber überhaupt nicht schlimm, denn oft fixiert man sich bei solchen Gegenständen ja nur darauf, sie zu finden und übersieht viele andere Details.

Das Buch beinhaltet insgesamt zwölf Bilder, von Januar bis Dezember – ein ganzes Jahr also.
Dementsprechend erfahren die Kinder spielerisch den Ablauf der Jahreszeiten. Im Winter liegt noch Schnee, im Frühling fangen die Blumen an zu wachsen, im Sommer tragen die Leute kurze Sachen und die Sonne scheint, im Herbst verlieren die Bäume ihre Blätter und es ist windig.
Das finde ich eine sehr schöne Idee, denn auch das kann man alles auf den Bildern entdecken.

Außerdem können Kinder auch viele Feste kennenlernen, zum Beispiel Ostern und Weihnachten. Das erkennt man daran, dass die Leute Eier suchen oder auch Geschenke vor einem Weihnachtsbaum auspacken.
Auch Feiertage werden gezeigt. Im November sieht man zum Beispiel einige Leute auf dem Friedhof stehen (Totensonntag).

Weiterhin kann man die Leute sehr gut begleiten.
Eine Frau hat zum Beginn des Buches zum Beispiel einen etwas dickeren Bauch. Diese Frau ist ab diesem Bild jeden Monat zu sehen. Ihr Bauch wird immer dicker und in einem Monat sieht man dann, dass sie ein Baby im Arm hält.
Zudem gibt es noch ein Paar, welches man dabei begleiten kann, wie es sich kennenlernt und heiratet.
Auch andere Leute findet man auf mehreren Bildern. Ein weiteres Detail, was ich sehr ansprechend finde!

„Ein Jahr in Wimmelhausen“ ist ein tolles Buch zum Anschauen und Entdecken.
Große Bilder bieten viel Platz für viele kleine Details, die zum Erzählen und Austauschen anregen.
Von mir gibt es die volle Punktzahl für dieses Wimmelbuch!

  • Pappbilderbuch: 26 Seiten
  • Verlag: Gabriel Verlag; Auflage: 1. (18. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522302532
  • ISBN-13: 978-3522302531
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 24 Monate - 4 Jahre

Samstag, 16. März 2013

Catherine Shepherd - Der Sichelmörder von Zons

„Der packende Nachfolger von Catherine Shepherd´s Bestseller „Der Puzzlemörder von Zons“:

Zons 1496: Während Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache auf der Spur eines uralten Schatzes ist, den der Erzbischof von Saarwerden bei Errichtung der Stadtmauern tief unter der Erde von Zons verborgen hat, treibt ein brutaler Mörder mit einer goldenen Sichel sein blutiges Spiel mit seinen Opfern. Scheinbar wahllos verschwinden „unbescholtene“ Bürger und alles was von ihnen übrig bleibt, sind ihre toten Zungen, die sichtbaren Zeichen ihrer Sünden. Drei silberne Schlüssel, behütet von Pfarrer Johannes und der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, führen Bastian in ein verschlungenes Labyrinth unterhalb von Zons, wo ein düsteres Geheimnis auf ihn wartet...

Zons 2012: Ein menschlicher Fußknochen wird in den Rheinauen von Zons gefunden. Kommissar Oliver Bergmann kann zunächst keine Leiche finden. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Oliver verfängt sich in einem schier undurchdringbaren Netz aus Verdächtigen und Vermissten. Die nagelneue Salzsäureanlage im Chemiepark Dormagen gerät ebenso in sein Visier wie geldsüchtige Banker, eine goldene Mordwaffe und Ghandis „sieben Todsünden der Moderne“. Als die Journalismus-Studentin Emily und ihre beste Freundin Anna in ernsthafter Gefahr schweben, erkennt Oliver verzweifelt, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt... „

Nachdem mir „Der Puzzlemörder von Zons“ ja schon sehr gut gefallen hat, bekam ich das Angebot, das neue Buch der Autorin zu lesen. Natürlich war ich sehr neugierig, ob es genauso gut werden würde wie der erste Teil und hatte dementsprechende Erwartungen.
Und ich wurde nicht enttäuscht! :)

Ein Pärchen findet man bei einem harmlosen Picknick auf einer Wiese einen Fußknochen. Geschockt alarmieren sie die Polizei und schnell stellt sich heraus, dass dieser Knochen dort noch nicht allzu lange liegt.
Nach und nach wird klar, dass dies nicht der einzige Fund bleiben wird. Aber was hat es damit auf sich?

Im Zons des Jahrs 1946 treibt gerade ein Mörder sein Unwesen, der seinen Opfern erst die Zunge abschneidet, bevor er sie mit einer Sichel umbringt. Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache ist währenddessen auf der Suche nach einem Schatz und begibt sich in das geheime Labyrinth unter Zons. Aber auf was er dort stößt, hätte er nie für möglich gehalten...

Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen.
Der Autorin gelingt es wie im ersten Teil, den Leser total zu fesseln. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen und wollte immer wissen, wie es weitergeht.
Dabei schafft sie es, auch die Übergänge zwischen den zwei verschiedenen Zeiten toll zu beschreiben. Oft hört das Buch an einer spannenden Stelle in der einen Zeit auf und geht dann an einer anderen Stelle in der anderen Zeit weiter – da bleibt einem gar nichts Anderes übrig, als weiterzulesen!

Da das Buch in zwei verschiedenen Zeiten spielt, gibt es dementsprechend auch viele Protagonisten und deshalb auch zu Beginn mehrere verschiedene Handlungsstränge. Obwohl ich davon normalerweise nicht so begeistert bin, fand ich es in diesem Buch total gut. Es wurden nicht zu viele Personen und auch die Handlung blieb noch verständlich – sehr gut gelöst!

Die Protagonisten fand ich super. Man erfährt so viel, dass es genau reicht, um sie begleiten zu können. Mehr braucht es meiner Meinung auch gar nicht zu sein. Sowohl die Personen in der Vergangenheit als auch die in der Gegenwart haben mir sehr gut gefallen. Man kann sich gut mit den Protagonisten identifizieren, denn ihre Gefühle und Gedanken werden sehr gut deutlich.

Was auch im zweiten Teil ganz besonders für mich ist, ist, dass das Buch ganz in meiner Nähe spielt. Zons ist etwa zehn Minuten von mir entfernt und ich bin dort sehr oft.
Dementsprechend kenne ich auch die anderen Orte und viele Schauplätze, die im Buch beschrieben werden. Das finde ich ganz besonders toll.
Zudem werden im zweiten Teil auch aktuelle Themen beschrieben. Da das Buch gerade erst erschienen ist, gelingt der Autorin dies besonders leicht. Das finde ich super!
Eine tolle Idee, aktuelle Ereignisse ins Buch einzubauen!

„Der Sichelmörder von Zons“ ist ein würdiger Nachfolger von „Der Puzzlemörder von Zons“. Ich persönlich fand ihn sogar fast noch besser und spannender als den ersten Teil und ich hoffe, dass es noch nicht das letzte Buch der Autorin war!
Von mir gibt es fünf von fünf Rosen!

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 509 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 328 Seiten
  • Verlag: Kafel Verlag (26. Februar 2013)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00BMAMTLA

Montag, 11. März 2013

Angelika Diem – Für mich bist du der Beste

„Hexe Pollonia will unbedingt den tollen Superturbohexenbesen gewinnen, den es beim Hexenfest für das beste Hexentier zu gewinnen gibt. Zwar hat Pollonia ihren lieben Hexenkater Camillo, doch die anderen Hexen können über so ein gewöhnliches Tier nur lachen. Daher versucht Pollonia sich ein ausgefalleneres Tier herbeizuhexen. Aber keines der Tiere - vom Eisbären über den eitlen Pfau bis hin zum gefährlichen Tiger - passt so gut zu ihr wie Camillo. So beschließt Pollonia mit dem treuen Kater zum Hexenfest zu fliegen, auch wenn sie ausgelacht wird. Denn sie hat gemerkt: Ich mag dich so, wie du bist. Für mich bist du der Beste! Und allen zum Trotz gewinnen sie zu guter Letzt den ersten Preis für das beste Hexentier.Mit ausklappbaren Seiten! „

Dieses Bilderbuch gefällt mir wirklich richtig gut!
Die Hexe Pollonia kannte ich schon vorher, weshalb ich sehr neugierig auf „Für mich bist du der Beste“ war!

Beim Hexenfest gibt es einen Wettbewerb: Die Hexe mit dem besten Hexentier gewinnt einen Superturbohexenbesen und diesen möchte Pollonia unbedingt haben!
Sie hat zwar ihren Kater Camillo, aber der reicht ihr nicht – und deshalb versucht sie, sich das beste Tier zu hexen.
Aber all ihre Versuche scheitern, und sie findet einfach kein passendes Tier für sich, weshalb sie zu dem Hexenfest nun doch ihren Kater Camillo mitnimmt. Denn sie interessiert die Meinung der anderen Hexen nicht, denn ihr Camillo ist doch der Beste!
Doch wer wird den Wettbewerb gewinnen?

Große Bilder und ein leicht verständlicher Text machen dieses Bilderbuch zu einem echten Tipp!
Zudem hat das Buch auch einen pädagogischen Hintergrund: Pollonia hext und hext andere Tiere, aber keins ist ihr gut genug. Bis sie zum Schluss erkennt, dass ihr Kater doch der Beste ist, egal was die anderen Hexen sagen! Das fand ich toll, denn es zeigt den Kindern, dass es manchmal nichts bedeutet, was andere sagen und sie einfach so sein sollten, wie sie sind!

Die Zeichnungen sind sehr schön und es gibt viel darauf zu entdecken. Zudem gibt es lustige Fantasienamen, wie die Hexen beim Hexenfest alle heißen. Diese stoßen bei Kindern auf sehr viel Begeisterung.
Außerdem gibt es bei diesem Buch ausklappbare Doppelseiten, auf denen sich die gehexten Tiere von Pollonia entdecken lassen. Auch das macht aus diesem Buch etwas Besonderes!

„Für mich bist du der Beste“ ist für mich ein rundum gelungenes Bilderbuch!
Große, ausklappbare Bilder, verständlicher Text und eine tolle Geschichte, weshalb es von mir fünf von fünf Punkten gibt! :)


  • Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
  • Verlag: Albarello (15. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 386559039X
  • ISBN-13: 978-3865590398
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre

Freitag, 8. März 2013

Carina Bartsch - Kirschroter Sommer

„Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben? Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben? „

Nachdem es das Buch nun auch als Taschenbuch gibt, musste ich es unbedingt haben!
Lesen wollte ich es ja schon lange mal, aber ich lese immer noch lieber „richtige“ Bücher wie E-Books.

Das Cover ist einfach wunderbar gelungen! Mir gefällt es richtig gut.

Es geht um Emely und Elias.
Elias ist der Bruder von Emelys bester Freundin Alexa.
Früher waren sie mal ein Paar, doch das ist Vergangenheit, denn Elias hat Emelys Herz gebrochen. Dementsprechend gut ist sie auch auf ihn zu sprechen.
Doch es kommt, wie es kommen muss: Alexa zieht von München nach Berlin und so wird Elias wohl oder übel auch wieder ein Teil von Emelys Leben. Und obwohl Emely ihn doch so überhaupt nicht ausstehen kann, fühlt sie doch immer ein angenehmes Gefühl im Bauch, wenn sie ihn sieht..
Und dann ist da noch Luca, mit dem sie anonym Emails schreibt...

Zu Beginn war ich noch skeptisch, da ich normalerweise nicht so sehr für Liebesromane bin.
Doch schnell war diese Skepsis verflogen. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Sehr schnell ist man gefangen von der ganzen Geschichte.

Emely und Elias fand ich super.
Zu Anfang reden die Beiden noch wenig miteinander, doch nach und nach lernen sie immer besser neu kennen. Aber Emely könnte Elias immer noch auf den Mond schießen und das ändert sich auch so schnell nicht.
Doch warum ist da immer dieses komische Gefühl im Magen, wenn Elias in der Nähe ist?

Die Handlung des Buches ist ein totales Auf und Ab.
Als Leser lacht man mit, fiebert man mit oder verzweifelt auch mal. Oft weiß man – genauso wie Emely – einfach nicht, woran man ist. Das liegt zum größten Teil an der Art, wie Emely und Elias miteinander umgehen.
Elias Verhalten ist oft ein einziges Rätsel.
Toll fand ich seine schlagfertigen Antworten, die er Emely entgegnet. Oft musste ich grinsen, als es mal wieder einen Schlagabtausch der Beiden gab.

Irgendwann haben mich die kleinen Konflikte der Beiden aber auch mal genervt. Ich dachte oft nur noch, wie kindisch das doch ist, sich andauernd in die Haare zu kriegen. Aber trotzdem fand ich es spannend, weiterzulesen und herauszufinden, wie es mit den Beiden weitergeht.

Alles in Allem hat mir „Kirschroter Sommer“ aber sehr gut gefallen. Wer eine Liebesgeschichte sucht und ab und zu auch mal lachen möchte, dem wird dieses Buch gefallen!
Deshalb gibt es von mir fünf von fünf Rosen!

  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (25. Januar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499227843
  • ISBN-13: 978-3499227844

Nicole C. Vosseler - In dieser ganz besonderen Nacht

"Eine hinreißend romantische Geistergeschichte vor der beeindruckenden Kulisse San Franciscos
Nach dem Tod ihrer Mutter muss Amber, die in einer deutschen Kleinstadt gelebt hat, nach San Francisco ziehen – zu ihrem Vater, den sie kaum kennt. Sie fühlt sich einsam und verlassen. Eines Abends begegnet sie dort in einem leer stehenden Haus Nathaniel, einem seltsam gekleideten Jungen. Er scheint der Einzige zu sein, der sie versteht. Aber er bleibt merkwürdig auf Distanz. Als Amber den Grund dafür erfährt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg: Nathaniel stammt aus einer anderen Zeit und die beiden können niemals zusammenkommen. Doch in einer ganz besonderen Nacht versuchen die beiden das Unmögliche …"


Das Cover ist richtig schön und das war auch ein Punkt, weshalb ich mir das Buch näher angeschaut habe.

Es geht also um Amber.
Als ihre Mutter stirbt, muss sie zu ihrem Vater nach San Francisco ziehen. Doch sie hatte noch nie so richtig viel Kontakt zu ihm. Dementsprechend begeistert ist sie auch, als sie dort ankommt. Alles ist neu und den Schmerz über den Tod ihrer Mutter hat sie noch lange nicht überwunden.
Doch dann taucht Nathaniel auf – geheimnisvoll und auch etwas seltsam. Sie versteht nicht, warum er so zurückhaltend ist und immer auf Distanz bleibt.
Bis eines Tages herauskommt, wer er wirklich ist....

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der einen guten Einstieg bietet und mich neugierig gemacht hat.
Danach geht es mit Teil 1 des Buches weiter. Insgesamt gibt es drei Teile und über jedem Teil befindet sich ein bestimmtes Zitat – eine sehr schöne Idee.
Die drei Teile sind jeweils in Kapitel eingeteilt, die als Überschriften einfache Zahlen tragen.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, ab und zu war er mir aber etwas zu detailliert – hier hätte sich die Autorin meiner Meinung nach ein paar Seiten sparen können.
Das Buch wird aus zwei Sichten erzählt – aus Ambers und Nathaniels.
Nathaniels Sicht erkennt man an der leicht schrägen Schrift. Das fand ich sehr schön, da man so nicht nur Ambers Sicht auf die Dinge zu lesen bekommt.

Es ist sehr interessant, Amber dabei zu begleiten, wie sie sich bei ihrem Vater und in San Francisco einlebt. Natürlich gibt es auch hier einige Schwierigkeiten – Amber hat es aber auch nicht gerade leicht.
Nichtsdestotrotz lernt sie einige neue Leute kennen, die sich auch sehr um sie bemühen.
Aber dann tritt Nathaniel in ihr Leben – und ab da ist nichts mehr so, wie es vorher war.

Amber und Nathaniel waren mir sehr sympathisch und haben mir gut gefallen. Auch die anderen Charaktere fand ich super.

Zur Mitte hin schwächt das Buch leider etwas ab – dafür wird es aber zum Schluss des Buches umso spannender. Die letzten Seiten sind nur so dahin geflogen.

Außerdem kann ich mich nicht darin erinnern, bei welchem Buch ich zuletzt so viel Tränen vergossen habe...das ist bei mir wirklich recht selten.
Egal ob vor Freude oder Trauer – ich konnte sie nicht mehr zurückhalten.
Das ist für mich ein sehr positiver Punkt an dem Buch gewesen.

Im Großen und Ganzen ist „In dieser ganz besonderen Nacht“ ein sehr schönes Buch – wer ein bisschen Romantik und eine interessante Liebesgeschichte mag, dem wird dieses Buch gefallen.

  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: cbj (25. Februar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 357015534X
  • ISBN-13: 978-3570155349
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

Mittwoch, 6. März 2013

Andrea Tillmanns – Das magische Trio. Geister im alten Gemäuer

„Ein Fantastikroman für Mädchen ab 10 Jahre – Wer glaubt schon an Geister? Judith jedenfalls nicht! Doch als ihre Eltern sie auf ein Internat schicken, ist sie sich da bald nicht mehr so sicher. Hier erwartet sie ein unglaubliches Abenteuer, das so einiges auf den Kopf stellt. Mit ihren neuen Freundinnen Sarah und Marie findet sie heraus, dass jede von ihnen besondere Fähigkeiten hat – magische Fähigkeiten! Und die brauchen sie auch bald: Als bei den Ausgrabungen der Archäologie-AG ein Geist aus seinem geheimnisvollen Kerker entweicht, passieren im Internat merkwürdige Dinge und für das Magische Trio beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit ... „

Das Cover macht sehr neugierig. Man erkennt darauf drei Mädchen, die vor einem Loch hocken und neugierig hineinschauen. Das Loch leuchtet grün und man erkennt als Leser nicht, was darin ist.
Im Vordergrund erkennt man ein grünes Wesen mit Hörnern, was etwas grimmig ausschaut.

Die Gestaltung des Buches finde ich sehr schön. Auf jeder Seite findet man unten am Rand eine Wiese, die in dunkelgrau gehalten ist, auf der man Gras und Schmetterlinge sieht. Deshalb ist auch der untere Buchschnitt dunkelgrau, was ich sehr interessant finde.

Judith hat oft Alpträume und Halluzinationen. Weil ihre Eltern denken, dass dies dadurch kommt, dass sie zu wenig Zeit für sie haben, schicken sie sie zu allem Übel auch noch auf ein Internat. Judith ist von diesem Gedanken gar nicht begeistert und lässt das auch schnell alle um sich herum spüren. Doch schnell findet sie trotzdem Freundinnen. Und als einige merkwürdige Dinge im Internat passieren, ist sich Judith gar nicht mehr so sicher, ob ihre Halluzinationen wirklich Halluzinationen waren....

Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Bei einfachen Handlungen und Dialogen fällt es dem Leser leicht, der Geschichte zu folgen.

Das Buch ist in Kapitel eingeteilt. Jedes Kapitel trägt eine eigene Überschrift, welche auf einer Art gezeichneter Banderole steht.

Die Idee der Geschichte fand ich sehr interessant. Ist der Beginn des Buches noch recht real, bekommt es nach und mehr immer mehr fantastische Elemente, die ja teilweise auch im Klappentext erwähnt werden, mich aber trotzdem überrascht haben.
Ich fand es sehr spannend, Judith und ihre Freundinnen bei ihrem Abenteuer zu begleiten. Wie sich alle Dinge entwickelt haben, fand ich sehr interessant.
Zum Schluss habe ich regelrecht mit dem Trio mitgefiebert, wie ihr Abenteuer ausgeht.

Die Charaktere waren mir alle sehr sympathisch, besonders die drei Hauptprotagonistinnen.
Sie waren alle so, dass man sich als Jugendlicher – und auch als älterer Leser – sehr gut in sie hineinversetzen kann. Die Ängste Judiths zu Beginn – neu auf dem Internat, neu in der Klasse, keine Freunde – das alles wird wahrscheinlich vielen Jugendlichen bekannt sein.
Auch typische Situationen aus der Schule – nervige Schulfächer oder Lehrer - kommen nicht zu kurz. Probleme eben, mit denen man es auch im richtigen Leben zu tun hat. 
Das fand ich sehr schön, da das Buch so nicht nur fantastische Elemente hat, sondern auch Alltagsprobleme thematisiert.

„Das magische Trio – Geister im Gemäuer“ hat mir sehr gut gefallen. Durch fantastische und auch Alltagselemente macht es sehr viel Spaß Judith, Sarah und Marie bei ihrem Abenteuer zu begleiten - und natürlich dürfen auch Jungen dieses Buch lesen!
Deshalb gibt es von mir fünf von fünf Punkte! :)

  • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: Südpol Verlag; Auflage: 1 (13. Februar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3943086046
  • ISBN-13: 978-3943086041
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre

Montag, 4. März 2013

Kerstin Michelsen - Mia & Serafina

„Die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft!

Mia hat es gerade nicht so leicht in der Schule. Dann trifft sie Serafina, die im Handumdrehen alles auf den Kopf stellt. Mia sagt plötzlich Sachen, die sie vorher nie gewagt hätte. Sogar mit der gefürchteten Klassenzicke legt sie sich an. Doch keiner kennt Mias Geheimnis, denn nur sie kann die Maus Serafina sehen ... „

Hach ja...Das ist mal wieder ein richtig schönes Kinderbuch! :)

Mia hat es nicht leicht in der Schule. Sie hat wenig Freunde, ist recht schüchtern und wird deshalb auch immer öfter von ihren Klassenkameraden geärgert und gehänselt.
Doch dann tritt Serafina in ihr Leben. Serafina ist eine Maus. Und ab da ist nichts mehr, wie es vorher war...

Das Cover ist einfach total niedlich und passt super zum Buch. Man sieht darauf Mia, die mit einem Handy und einem Regenschirm in der Hand im Regen steht und scheinbar mit jemandem telefoniert.
Serafina schaut aus ihrer Jackentasche heraus.

Der Schreibstil des Buches ist toll. Sehr flüssig und angenehm zu lesen. Kurze, verständliche Sätze, die auch Kinder – die ja die eigentliche Zielgruppe des Buches sind – gut verstehen.

Serafina ist Mias MDL, das erklärt sie ihr gleich zu Beginn – was das ist, solltet ihr am Besten selber herausfinden. Und wofür so eine MDL gut ist, zeigt sie ihr auch ziemlich schnell.
Erst ist Mia überhaupt nicht begeistert von Serafinas Verhalten, aber dann merkt sie, dass sich irgendetwas verändert. Und schnell versteht, warum sie Serafina gebraucht hat.

Toll ist die Botschaft dieses Buches, sowohl für Kinder sowie auch für Erwachsene. Besonders für stille und vielleicht auch schüchterne Kinder eignet sich diese Geschichte sehr gut. Sie werden dazu angeregt, nicht immer alles einfach so hinzunehmen, so wie es ist, sondern vielleicht auch einfach mal das zu sagen, was sie wollen.
Denn nicht immer muss man sich alles gefallen lassen!

Außerdem eignet sich diese Geschichte sehr gut zum Vor- und auch Selberlesen!
„Mia und Serafina“ ist eine klare Empfehlung von mir, deshalb gibt es die volle Punktzahl.
Eine tolle Idee mit einem pädagogischen Hintergrund, verpackt in eine spannende Geschichte!

  • Taschenbuch: 186 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (5. Februar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1482363739
  • ISBN-13: 978-1482363739
Das Buch gibt es übrigens auch als E-book! :)