Dienstag, 26. Juni 2012

Murmel Clausen – Frettsack


„Ich will ein Kind von mir

Jens Fischer hat keinen Schlag bei den Frauen. Die Hoffnung, jemals eine Familie gründen zu können, hat er längst verloren. Verbittert wird er Samenspender, um sein Erbgut wenigstens anonym weiterzugeben. Als er jedoch vom Frettchen seines Mitbewohners Sven in den Sack gebissen und kastriert wird, setzt er alles daran, die Frau zu finden, die durch seine letzte Spende indirekt von ihm geschwängert wurde. Mithilfe von Sven und dem Balkanhünen Hondo bricht er in die Samenbank ein und gelangt so an die Adresse der bezaubernden, aber verheirateten Maren Heinze. Und endlich hat Jens ein Ziel in seinem Leben: Er muss diese Frau für sich gewinnen. „

Das Buch hat sich sehr witzig und interessant angehört.
Als ich dann doch noch das Video dazu gesehen habe, stand fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte! Der Autor kommt doch sehr sympathisch rüber, oder? 
Ist er übrigens auch. :-)



Jens hat noch nicht wirklich viel in seinem Leben erreicht, als ihn sein Freund Sven dazu überredet, Samen spenden zu gehen. Das tut er dann auch einige Male..bis ihn dann das neue Frettchen seines Mitbewohners in seine empfindlichsten Teile beißt. Als er denkt, dass alles verheilt ist, geht er erneut spenden und muss dabei erfahren, dass ihn das Frettchen unfruchtbar gebissen hat. Durch einen Einbruch in die Samenbank kommt er an die Adresse der Frau, die seine letzte Spende erhalten hat und versucht nun, sie für sich zu gewinnen. Das ist jedoch gar nicht so einfach... (kleine Anmerkung: Vor allem nicht, wenn man sich SO anstellt! :D).

Der Schreibstil des Buches ist recht flüssig, teilweise hat sich das Buch aber leider etwas gezogen.
Der Ausdruck ist sehr vulgär, aber gut, nach dem Klappentext hätte man sich das ja schon denken können. ;-) Aber dafür ist das Buch auf jeden Fall mal etwas Anderes!

Das Buch ist aus Jens' Sicht geschrieben. Zu ihm und den weiteren Charakteren konnte ich leider keinen wirklichen Bezug aufbauen, da sie mir alle irgendwie ein wenig zu schräg drauf waren. Dies hat dem Buch aber überhaupt keinen Abbruch getan, denn ich fand es überhaupt nicht schlimm.
 Am Besten hat mir aber Hondo gefallen, der im Laufe des Buches in Spiel kommt. Er ist einfach genial und oft konnte ich mir ein Grinsen über seine Sprüche bzw. seine Satzstellungen nicht verkneifen. Aber das müsst ihr einfach selber lesen. ;-)
Bei vielen Situationen, die die einzelnen Charaktere erleben, musste ich grinsen und bei manchen habe ich mir einfach gedacht: „Wie kann man nur...???“

Jedes Kapitel des Buches ist mit einem Tier als Überschrift versehen, darunter findet man eine kurze Beschreibung des Tieres. Oft habe ich am Ende eines Kapitels zu dieser Überschrift zurück geblättert und mir die Beschreibung noch einmal durchgelesen, da die Verhaltensweisen der Tiere oft in Verbindung zu Jens' Verhalten stehen bzw. zu der Handlung des Kapitels. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, darüber nachzudenken und ich finde die Idee super.

Das Buch war für mich sehr abwechslungsreich, es gab viele Wendungen und durch die schräge Thematik war keine Stelle für mich wirklich vorhersehbar.

Zum Ende hin zieht sich das Buch leider wieder ein bisschen, aber den Abschluss finde ich trotzdem sehr gelungen.

Für mich war das Buch eine gelungene Abwechslung und deshalb gibt es von mir vier von fünf Rosen.

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345343613X
  • ISBN-13: 978-3453436138

Kommentare:

  1. ...musste ja schon lachen, als ich Deine tolle Rezension gelesen habe...aua und *lach* haben sich da voll abgewechselt...Super! Mach weiter so :-)

    LG

    Kay

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    1. Ja, das Buch ist auf jeden Fall sehr komisch. ;D
      Danke, werde ich tun. :-)

      LG Jessica

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